Im Süden viel Neues

Der Besuch der beiden Erlebnisparks Universal Studios Florida und Islands of Adventure am Montag (17. August) in Orlando war ein letzter Höhepunkt unserer Ferienreise 2015. Inge und Julia haben ihren Besuch bei Harry Potter & Co. per iPhone festgehalten. Schon auf dem Rückflug aus den USA stellte dann Julia – ebenfalls auf dem iPhone – ein sehenswertes Video (1:50 Min.) zusammen.

Auf den beiden langen Flügen von Fort Lauderdale in Florida über Newark (bei New York) nach Hamburg hatten wir knapp zwölf Stunden Zeit, ein erstes Fazit unserer 26 Ferientage zu ziehen, an denen wir in diesem Jahr ausgehend von New York über Houston (Texas), New Orleans (Louisiana), Memphis und Nashville in Tennessee sowie Atlanta (Georgia) und Orlando in Florida besuchten. Hier kommen die vielen TOPs und wenigen FLOPs unseres Urlaubs unter dem Titel „New York City + Alter Süden“:

New York: Heiß, hektisch schmuddelig und einfach „geil“ (5 Tage)

New York – oder was Touristen darunter in der Regel verstehen: Manhattan – ist im Sommer meistens unerträglich heiß, schmuddelig, hektisch und die Leute sind vielfach unfreundlich. Dazu kletterten in den vergangenen Jahren die Preise für Hotels, Touristenattraktionen oder Restaurantbesuche ins Astronomische. Und trotzdem ist der Big Apple für uns die „geilste Stadt der Welt“: Keine Metropole bietet mehr Abwechslung an Unterhaltung, Kultur und Sehenswürdigkeiten. Als Familie waren wir schon zum fünften Mal in New York – und haben wieder nicht alles gesehen, was wir uns vorgenommen hatten, zum Beispiel das Guggenheim Museum.

TOP: Zum ersten Mal sind wir diesmal bis in die Spitze der Statue of Liberty geklettert. Der Aufstieg über die zuletzt steile und enge Treppenkonstruktion ist schon ein Erlebnis. Dazu kommt das erhabene Gefühl, einmal im Leben ganz oben im Gehirn der Freiheitsstatue für einige Augenblicke gewesen zu sein. Eine großartige Ausssicht auf die Südspitze Manhattans gibt’s weiter unten auf der Aussichtsplattform. Wer’s nachmachen will, sollte schon Monate vor dem New York-Besuch Tickets buchen.

Weitere TOPs in New York, die wir diesmal selbst erlebt haben:

  • Spaziergang durch den High Line Park mit guten Ausssichten auf den Hudson River und New Jersey sowie durch die Häuserschluchten von Manhattan (kostenlos).
  • Fahrt von Manhattan (Station auf Höhe der 59th Street und 2nd Avenue) mit der Seilbahn „The Tram“ durch Hochhausschluchten und den East River nach Roosevelt Island. Dort unbedingt bis zur Spitze des Roosevelt Parks zu Fuß weitergehen und die Ruhe mit gleichzeitig herrlicher Ausssicht auf die Skyline mit dem UN-Hauptquartier am East River genießen, am besten vormittags (Seilbahnfahrt mit New Yorker U-Bahn-Ticket, sonst kostenlos).
  • Zu Fuß von Manhattan aus über die Brooklyn Bridge gehen mit prima Foto- bzw. Videomotiven. Auf der Brooklyn-Seite ca. 1 Kilometer bis zum Ende der Fußgängerbrücke weitergehen und dann in den Brooklyn Bridge Park am East River zurückkehren. Auch hier gibt’s „Breathtaking Views“ zum Nulltarif.
  • Broadway Musical besuchen. Trotz der hohen Ticketpreise, selbst bei verbilligtem Vorverkauf, ein unvergessliches Erlebnis. Inge und Julia waren in dem (noch) neuen Musical „Something Rotten“ im St. James Theatre – und sind immer noch restlos begeistert.

Nicht mit TOP (aber auch nicht als FLOP) wird von uns das neue – erst im April dieses Jahres für Touristen freigegebene – One World Trade Center als Aussichtpunkt auf New York City und Umgebung bewertet. Das „Observatory“ liegt mit knapp 400 Metern einfach zu hoch, um die Sehenswürdigkeiten „dort drunten“ gut erfassen, filmen oder fotografieren zu können. Bessere Alternativen sind die Ausssichtsplattformen im Rockefeller Center und im Empire State Building.

Als FLOP bezeichnen wir die Müllberge, die sich abends in den Straßen von Manhattan auftürmen, insbesondere in Nähe von Hotels, so wie bei „uns“ in der 34. Straße. Da tröstet es uns auch kaum, dass nach Erkenntnissen einer Studie in New York „nur“ zwei Millionen – und nicht wie lange angenommen acht Millionen Ratten von den Hinterlassenschaften der Menschen leben sollen. Wer New York besucht muss auch wissen, dass es auf der Straße durchaus mal stinken kann…

Houston – wir hatten kein Problem (2 Tage)

Das Gute an Houston ist, dass es hier praktisch keine Touristen gibt. Wofür sollten die auch hierherkommen? Die einzige allgemein anerkannte Attraktion ist das Space Center der NASA. Im Vergleich zum Kennedy Space Center an der Ostküste von Florida ist diese „Weltraumzentrale“ eher ein schwacher „Abklatsch“. Wir haben trotzdem TOPs für die größte Stadt von Texas und Metropole der Ölindustrie notiert:

  • Von der 60. Etage des Morgan Chase Towers, dem höchsten Gebäude in ganz Texas, hatten wir wunderbare Blicke auf die Skyline von Houston – und das zum Nulltarif. Man wendet sich einfach an den Concierge in dem riesigen Bürogebäude und wird dann freundlich zum Fahrstuhl geleitet.
  • Die große Freundlichkeit der Texaner. Wie schon im vergangenen Jahr, bei unserer Rundfahrt durch Teile des Lone Star States, wurden wir bei unserem Aufenthalt in Houston wie Gäste und nicht wie Touristen behandelt. Das haben wir durchaus genossen.
  • Gute Einkaufsmöglichkeiten – zum Beispiel in der „Galeria“ und mehreren Outlet Centers.

Wirkliche FLOPs haben wir in Houston nicht erkannt. Allerdings bietet die Metropole im Südosten von Texas nach touristischen Gesichtspunkten auch keine Highlights.

New Orleans: French Quarter, Mississippi und Riverboat „Natchez“ (3 Tage)

Mit diesen drei Schlagworten sind an sich schon die Gründe für einen Besuch von New Orleans – zumindest pauschal – benannt. Zehn Jahre nachdem der Hurrikan „Katrina“ die Metropole im Mississippi-Delta im schrecklichsten Sinne des Wortes „verwüstet“ hatte, ist das überschäumende Leben in das Vergnügungsviertel French Quarter längst zurückgekehrt.

Unsere TOPs in New Orleans:

  • French Quarter mit Bourbon Street. Auch wenn sich Reiseführer-Autoren noch so herablassend über das French Quarter wegen des vermeintlich „niveaulosen Amüsements“ äußern mögen – uns hat die ausgelassene Atmosphäre mit viel Livemusik in den zahlreichen Clubs, vor allem auf der legendären Bourbon Street, unglaublich gut gefallen.
  • French Market am Rande des French Quarters. Hier kann man fast alles kaufen. Uns haben die frisch zubereiteten Fruchtsäfte und Smoothies besonders gut geschmeckt. Zudem ist der überdachte Markt ein idealer „Zufluchtsort“ vor der heißen Sonne und eine gute „Quelle“, um Mitbringsel für Daheimgebliebene einzukaufen.
  • Fahrt mit dem legendären Mississippi-Steamboat „Natchez“. Mit diesem Raddampfer muss man schon deswegen eine Fahrt auf dem Ol‘ Man River machen, weil er tatsächlich noch von Dampf angtrieben wird und auch viel schöner ist, als die Ausflugsschiffe der Konkurrenten. Zudem gibt’s Live-Jazz an Bord und beste Ausssichten auf den Riverwalk sowie die dahinter liegenden Stadtteile von New Orleans.

Wir trauen uns kaum, den von uns ausgemachten FLOP aufzuschreiben, weil wir mit dieser Einschätzung wohl ziemlich alleine dastehen: Uns hat das sonst so viel gelobte „typische Essen“ der Stadt, „Creole“ und „Cajun Food“, nicht wirklich geschmeckt. Mag sein, dass wir bei der Auswahl der Restaurants auch ein wenig Pech hatten. Dennoch – Gerichte wie „Shrimp Creole“ oder „Red Beans with Rice“ werden wir wohl nicht mehr bestellen. Grund: Es war grundsätzlich zu scharf und ziemlich „pampig“.

Lediglich die „Po-Boys“, das sind große Weißbrötchen mit Schweinefleisch, Schinken, Käse, Fisch oder Scampis belegt, fanden wir zum Mittagessen ganz lecker.

Mississippi – kaum Lebenszeichen in brütender Hitze (1 Tag, ohne Übernachtung)

Mississippi, den konservativsten aller amerikanischen Bundesstaaten, hatten wir eigentlich gar nicht so richtig in unserem Reiseplan berücksichtigt. Dabei fuhren wir zwischen New Orleans und unserer nächsten „offiziellen“ Station, Memphis im Südwesten von Tennessee, fast 500 Kilometer durch den Staat, der sich lange sehr schwer tat, seine weiße und schwarze Bevölkerung gleich zu behandeln.

Weil wir im Mississippi Welcome-Center ausgesprochen nett begrüßt wurden, entschlossen wir uns kurzerhand aus dem Transfer- doch noch einen „Ereignistag“ zu machen. In der Hauptstadt Jackson war von den 190.000 Einwohnern allerdings kaum jemand zu sehen. Immerhin erreichte das Thermometer um die Mittagszeit an die 40 Grad, als wir vor dem State Capitol einen kurzen Fotostop einlegten. Auch den Alligatoren, die sich sonst im Cypress Swamp – 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt – zeigen sollen, war es an diesem Tag vermutlich einfach zu heiß, um an die Wasseroberfläche zu kommen. Der halbstündige Rundgang durch das Sumpfgebiet etwas abseits der Interstate 55 hat uns dennoch gut gefallen. Fazit: Die Stops auf der Durchfahrt in Mississippi waren weder TOPs noch FLOPs.

Memphis: Elvis und Ribs (2 Tage)

Warum Memphis mehrfach als „sauberste Großstadt der USA“ ausgezeichnet wurde, ist uns ein Rätsel. Recht schmuddelig und – wir nennen es mal – „unübersichtlich“ – wird’s eigentlich schon wenige hundert Meter vom eigentlichen Stadtzentrum enfernt.

Dennoch – auch Memphis wurde auf unserer Tour ein weiteres Highlight und dafür gibt’s gleich mehrere Gründe – wie der nachfolgenden Liste der TOPs zu entnehmen ist, mit der wir wegen der Kürze unseres Aufenthalts keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben können:

  • Wer nach Memphis, der nach Einwohnern größten Stadt im Bundesstaat Tennessee kommt, will muss Graceland besuchen. Das Anwesen des im August 1977 verstorbenen King of Rock’n Roll Elvis Presley kann in unterschiedlichen Umfängen und Zusammenstellungen besichtigt und bestaunt werden. Auch wenn die Eintrittspreise dafür (viel zu) hoch sind und sich das überwiegend schlecht gelaunte Personal alle Mühe zu geben scheint, den Besuchern das Andenken an Elvis Presley zu vermiesen, war für uns der halbtägige Aufenthalt mit vielen authentischen Erinnerungsstücken und einer streckenweise gut gemachten Multimediapräsentation dennoch der Höhepunkt in Memphis.
  • Das legendäre Sun Studio, dort wo Sam Phillips die erste Platte mit Elvis Presley produzierte, besteht eigentlich nur aus einem kleinen Museum mit Radiostudio und allerlei Erinnerungsstücken an Größen des Rock’n Roll, die hier ihre Karriere starteten, und dem garageähnlich wirkenden eigentlichen Produktionsstudio. Dass die knapp eine Stunde lange Tour (für 12 Dollar pro Person) zu einem Erlebnis wurde, hatten wir nicht zuletzt der Sun Studio-Mitarbeiterin Ellen zu verdanken, die uns Fakten und Legenden so anschaulich vermittelte, dass wir uns zeitweise in die 1950er Jahre zurückversetzt fühlten.
  • Mud Island, zwischen Wolf River und Mississippi gelegen, bietet gute Ausblicke auf die Skyline von Memphis, einschließlich der 1991 als Sport- und Eventpalast erbauten Pyramide. Zudem gibt’s ein maßstabsgetreues Reliefmodell des Flussverlaufs und der Ufertopografie, das sich auf einer Länge von 800 Metern entlang des „realen“ Mississippis erstreckt (kostenloser Zutritt).
  • Die besten Ribs in ganz Amerika soll es in Memphis geben. Nach unseren Erfahrungen, die wir im Central BBQ und im Blues City Cafe selbst gemacht haben, können wir dieser durchaus kühnen Behauptung beim besten Willen nicht widersprechen.

Als FLOP für Memphis haben wir uns lediglich die Beale Street notiert. Die als „Vergnügungsmeile“ in Reiseführern angekündigte Straße mit Musikclubs, Bars und Restaurants kann den Vergleich zur Bourbon Street in New Orleans und schon gar nicht zur Downtown-Szene in Nashville (folgt gleich) in keinster Weise aufnehmen.

Nashville – mehr Musik geht nicht (3 Tage)

Die „Welthauptstadt der Country Music“ hatten wir in unsere Reiseroute aufgenommen, weil Inge großer Fan der gleichnamigen TV-Serie „Nashville“ (in Deutschland bei Netflix) ist. Beinahe hätten wir sogar den männlichen Hauptdarsteller der Serie Charles Esten getroffen, der beim Karaoke im Hard Rock Café einfach so mitmachte, während wir – eigentlich nur wenige Meter davon – durch Musikkneipen auf dem Broadway im Zentrum von Nashville zogen.

Musik spielt bei unseren TOPs für Nashville auch eine herausragende Rolle:

  • Die Musikszene Downtown am Broadway und der 2nd Avenue. Es wäre müßig, einzelne Clubs aufzuzählen, zumal wir während unseres Aufenthalts nur einen Bruchteil der vielen „Läden“ selbst betreten haben. Das Reportoire der Live Bands, Duos und Solokünstler umfasst von Country Music über Rock und Pop nahezu alle Genres. Die Preise sind günstig: Eintritt wird nur selten verlangt und das Bier kostet in der Regel 5 Dollar. Wer das aus der TV-Serie „Nashville“ in den USA berühmt gewordene Blue Bird Cafe, 10 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums, besuchen will, muss allerdings im voraus reservieren und auch Eintritt bezahlen.
  • Country Music Hall of Fame im Zentrum von Nashville werden lebende und verstorbene Stars der Country Music durch eine spektakulär präsentierte Ausstellung geehrt. Uns haben vor allem die interaktiven Angebote gefallen, bei denen man sich beispielsweise als kommender Country Star in einem der Aufnahmestudios selbst ausprobieren kann.
  • Der Parthenon ist ein detailgetreuer Nachbau des „Jungfrauengemachs“ auf der Akropolis in Athen und bietet eine gute Foto- und Videokulisse (kostenlos).
  • Opry Mills – eine riesige Outlet- und Shoppingmall mit etwa 200 Geschäften, 15 Kilometer außerhalb von Nashville. Hier gibt’s auch außergewöhnliche Restaurants wie das „Aquarium“, in dem man Fisch- und andere Gerichte inmitten von riesigen Wasserbecken zum durchaus günstigen Preis serviert bekommt.
  • Gaylord Opryland Resort & Convention Center in unmittelbarer Nähe zur Opry Mills befindet sich ein riesiger Hotelkomplex im Las Vegas-Stil mit Gartenanlagen, Wasserfällen, Kanälen, Dschungellandschaften und Straßenzügen einer Kleinstadt. Auch wer dort selbst nicht wohnt, kann sich die riesigen, thematisch ausgerichteten Hotelhallen anschauen und erhält dafür sogar einen Wegweiser.

Ausgerechnet einer der Hauptanziehungspunkte, die Grand Ole Opry, das sogenannte „Mekka der Country Music“, wurde für uns zum FLOP in Nashville. Das liegt nicht an dem imposanten Gebäude mit einem riesigen Konzertsaal und modernster Videotechnik. Nein, das Programm, das wir bei unserem Besuch am 8. August hier miterlebten, wirkte auf uns wie die amerikanische Version des „Musikantenstadls“ mit zumeist selbstherrlich agierenden Künstlern, die von wenigen Ausnahmefällen abgesehen, das Renteneintrittsalter – zumindest nach deutschen Maßstäben – bei weitem überschritten haben. Sollten wir noch einmal nach Nashville kommen, werden wir uns die 75 Dollar Eintritt pro Person für die Opry gleich sparen und stattdessen gute Live Music in den Clubs der Innenstadt hören – und den Künstlern dabei hautnah zusehen.

Atlanta – Coca Cola und CNN (2 Tage)

Mit dem „Hyatt House“ direkt im Zentrum von Atlanta, wo wir vom Bett aus auf die Skyline blicken konnten, hatte Inge das beste Hotel während unserer gesamten Reise gebucht. Anonsten ist der Austragungsort der Olympischen Spiele von 1996 – um es freundlich auszudrücken – keine besonders schöne Stadt. Bei unserem kurzen Aufenthalt haben wir uns deshalb auch auf die Besuche der beiden bekanntesten Marken der Stadt konzentriert.

Coca Cola und CNN waren für uns denn auch die TOPs in Atlanta:

  • World of Coca Cola. Wir haben die in kleinen Gruppen durchgeführte VIP-Tour gebucht – was nicht unbedingt erforderlich ist. Dabei bekamen wir allerhand Details aus der Geschichte des Getränkekonzerns zu hören und zu sehen. Am Ende konnten wir in einer riesigen Probierstube aus 180 Getränken, die das Unternehmen weltweit herstellt und vertreibt, Kostproben nehmen. Die Geschmacksrichtungen, vor allem der in Afrika und Asien vertriebenen Softdrinks, sind schon „gewöhnungsbedürftig“.
  • CNN Center. Hier ist die – mit 35 Dollars doppelt so teure – VIP-Tour ein absolutes Muss, weil die Besucher in kleinen Gruppen nicht nur an Redaktionsräumen und Studios entlang geführt werden, sondern dieses auch betreten dürfen. Für uns war der Besuch der Zentrale des weltweit größten Nachrichtensenders einer der Höhepukte unseres gesamten Urlaubs.

In Atlanta haben wir mit dem Besuch des Georgia Aquariums allerdings auch den größten FLOP während unserer Ferienreise erlebt. Mehr wollen wir dazu gar nicht ausführen, sonst ärgern wir uns nochmal darüber, dass wir für den Besuch dieser wenig attraktiven „Fischausstellung“ zwei wertvolle Stunden unseres Urlaubs – und 28 Dollar pro Person – „geopfert“ haben.

Clearwater Beach – Strandurlaub im Paradies (4 Tage)

Ausgerechnet als wir am Abend des 10. August das Welcome Center von Florida erreichten, fing es an zu regnen und hörte stundenlang auch nicht mehr auf. In den folgenden vier Tagen hatten wir am Clearwater Beach allerdings fast durchgehend sonniges Wetter mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad. Dabei hatten die „Wetterfrösche“ genau das Gegenteil für die Region um Tampa an der Westküste Floridas prognostiziert: Dicke Wolken und regelmäßige Regenfälle, gelgentlich sogar Stürme.

TOP: Unseren „Ferien vom Urlaub in Clearwater Beach“ im Hotel Sandpearl direkt an dem breiten und vier Kilometer langen weißen Sandstrand stand also überhaupt nichts im Wege: Vier Tage im Liegestuhl faulenzen, gelegentlich ins warme Wasser am Golf von Mexiko eintauchen, ausgedehnte Strandspaziergänge machen und die Sonnenuntergänge genießen. Danach bei „Pearly’s Beach Eats“, einem einfachen aber urig dekorierten Gartenlokal unweit unseres Hotels, den „besten Hamburger aller Zeiten“ verputzen. Das ist Urlaub – oder?

FLOPS in Clearwater Beach? Fehlanzeige!

Orlando – Harry Potter & Co. (3 Tage)

Damit sind wir wieder am Ausgangspunkt dieses Fazits angelangt: Orlando ist nun wirklich keine sonderlich sehenswerte Stadt: Viel Beton, breite Autobahnen und Straßen, die trotzem regelmäßig verstopft sind. Hier verbringt man eigentlich nur Ferientage, wenn Besuche von Themen- und/oder Erlebnisparks geplant sind.

Unsere TOPs in Orlando und Umgebung:

  • Universal Studios Florida und Islands of Adventures. Trotz astronomischer Eintrittspreise – ein Kombiticket für beide Parks kostet 150 Dollar pro Person und Tag – und langer Wartezeiten an besonders begehrten Atrraktionen wie den „Minions“ und „Harry Potter“, haben Inge und Julia ihren Besuch kein bißchen bereut. Die Attraktionen sind so umwerfend gut gemacht, dass man sie einfach mal gesehen und miterlebt haben muss.
  • Scenic Boat Tour in Winter Park – etwa 25 Kilometer nördlich von Orlando – führt über drei Seen und mehrere Kanäle, vorbei an den Anwesen der „Superreichen und besonders Schönen“. Der Preis für die einstündige Bootstour ist mit 12 Dollar – gemessen an dem übrigen Preisniveau in Florida – auch noch ausgesprochen günstig.

In und um Orlando herum hatten wir aber auch FLOPs zu verzeichnen:

  • Orlando International Premium Outlets. Obwohl Horst im Levis Store ohne Probleme eine Auswahl an passenden Jeans präsentiert bekam – was bei der Länge von 1,95 Metern sonst eher problematisch ist, erwies sich dieses Outlet mit seinen rund 180 Geschäften eher als eine „riesige Ramschbude“. Dazu gibt’s viel zu wenige Parkplätze, sodass wir unseren Mietwagen in einer „Wiese“ unweit des Centers abstellen – und nach wolkenbruchartigen Regenfällen während unseres Aufenthalts im Center praktisch aus dem „Sumpf“ holen mussten.
  • Airboat-Ride mit Black Hammock Adventures auf dem Lake Jesup bei Ovieto, ca. 40 Kilometer nördlich von Orlando: „Wilder Ritt“ über den See, kaum Erklärungen des Bootsführers und Alligatoren unsichtbar „auf Tauchstation“. Da haben wir vor vier Jahren mit der „Alligator Farm“ in den Everglades im Süden Floridas wesentlich bessere Erfahrungen gemacht – und vor allem Alligatoren gesehen.

Und damit sind wir am Ende unseres Reisetagebuchs „New York City + Alter Süden“. Wir danken allen, die sich gelegentlich Zeit genommen haben, um unsere Aufzeichnungen zu lesen und die Bilder zu betrachten. Besonders danken wir allen Ratgebern, die mit sachkundigen Tipps auch in diesem Jahr dazu beigetragen haben, dass unser Urlaub wieder zu einem vollen Erfolg wurde. Dabei wissen wir, dass es schon ein Privileg ist, mit der ganzen Familie solch wunderbare Ferien erleben zu dürfen.

Bis bald – Inge, Horst und Julia.