Abkühlung in Austin

Teil 9 unseres Reisetagebuchs “Apple and Steaks” mit einem erfrischenden Bad in einem der weltweit größten Swimming Pools. Auch für Austinites war es am Mittwoch nicht zu heiß zum Baden…

Jetzt sind wir schon sechs Tage in Texas und das bei Temperaturen, die tagsüber gelegentlich die 40-Grad-Marke erreichen, nachts nur selten unter 30 Grad fallen. Wir hatten uns deshalb von vornherein darauf eingestellt, dass wir uns in den Ferien diesmal unmöglich ein täglich randvolles Besichtigungs- und Erlebnisprogramm aufhalsen können, sondern auch genügend Zeit zum Ausspannen und Erholen einplanen müssen.

Am Mittwoch haben wir deshalb einfach nur ausgespannt – oder anders ausgedrückt: Ferien im wahrsten Sinne des Wortes gemacht. Ein passender Ort dafür ist in Austin der Zilker Park mit dem Barton Springs Pool. Das sind drei Quellen, die schon in den 1920er Jahren eine Einfassung aus Beton erhielten. Daraus entstand mit einer Länge von 275 Metern einer der größten Swimming Pools weltweit für dessen Benutzung am Eingang 4 Dollar pro Person fällig werden. Da das Wasser frisch aus den Quellen kommt, ist es bei  22 Grad angenehm kühl. Allerdings zu kühl für Horst, der sage und schreibe gefühlte 20 Minuten und mehrere böse Blicke einer Bademeisterin brauchte, bevor er ganz vorsichtig ins Wasser “kroch”, während Inge und Julia schon längst genüsslich planschten.

Wer’s natürlicher mag, kann sich in dem nicht eingezäunten Teil der Barton Springs zum Nulltarif erfrischen, muss sich dort aber auch mit vielen Hunden das kühle Nass teilen. Übrigens – als wir am Mittwochmittag in der Freizeitoase eintrafen, war das Areal für einen Wochentag recht gut besucht. Einen Parkplatz fanden wir erst nach längerer Suche. Die Gründe dafür erläuterte uns ein Austinite am Beckenrand: Zum einen sind zurzeit Schulferien in Texas und zum anderen war es am Mittwoch mit 35 Grad für diese Jahreszeit nicht besonders heiß. Bei noch höheren Temperaturen mögen selbst die an Hitze gewöhnten Einwohner der texanischen Hauptstadt kaum noch die klimatisierten Häuser verlassen.

Texas is always bigger

In Austin steht das größte Capitol aller 50 US-Bundesstaaten und hier leben im Sommer die meisten “urbanen” Fledermäuse weltweit.  In der achten Ausgabe unseres Reisetagebuchs “Apple and Steaks” haben wir uns mit der texanischen Hauptstadt schon richtig angefreundet.

In unseren vergangenen Ferien in Nordamerika haben wir schon so manche – für uns exotische – Tierart recht passabel im Bild festgehalten: Von gefährlichen Alligatoren in den Everglades bis zu putzigen Chipmunks am Sankt Lorenz Strom in Kanada. Zugegeben – am Dienstag sind wir in Austin beim Versuch, ganze Schwärme von Fledermäusen zu fotografieren, nahezu gescheitert. Mit viel gutem Willen könnt ihr die schwarzen Pünktchen und Flecken auf dem folgenden Schnappschuss als Fledermäuse “identifizieren”.

Dabei gehören die “Congress Avenue Bat Flights” kurz nach Sonnenuntergang zu den Hauptattraktionen der texanischen Hauptstadt. Als 1980 die Congress Avenue Bridge über den Lady Bird Lake renoviert wurde, siedelten sich hier Hunderttausende Fledermäuse aus Mexiko kommend in den Fugen, Löchern und Hohlräumen der Brückenkonstruktion an. Heute soll es hier in den Sommermonaten rund 1,5 Millionen Fledermäuse geben, doppelt so viele, wie Austin Einwohner hat. Für die Austinites hat das den Vorteil, dass sie kaum von Mücken belästigt werden, denn die stehen vorrangig auf dem Speiseplan der Fledermäuse.

Einen herrlichen Ausblick auf den Lady Bird Lake und Teile von Austin hatten wir bereits am Vormittag vom Mount Bonnell aus. Aufgrund seines schmalen Zuschnitts wirkt der See eher wie ein Fluss, der die Stadt in zwei Hälften teilt. Der ehemalige Town Lake wurde im Jahr 2007 zu Ehren der Gattin des früheren – aus Texas stammenden – US-Präsidenten Lynden B. Johnson umbenannt.

Einen weiteren – vermeintlich – großen Texaner entdeckten wir dann später in der “Ahnengalerie” ehemaliger Gouverneure im State Capitol: George W. Bush stand von 1994 bis 1998 an der Spitze des Lone Star State, bevor er 2001 für acht Jahre 43. Präsident der Vereinigten Staaten wurde. Dass “Texas always bigger” ist – oder zumindest sein will, erklärte uns Kathy mit reichlich Selbstironie während der unterhaltsamen Führung durch das imposante Bauwerk: “Wir haben das größte Capitol aller 50 US-Bundesstaaten. Nur das Capitol in Washington ist größer – unseres ist aber höher.” Wer’s auf den ersten Blick nicht glauben mag, wird bei der Besichtigung schnell den Grund für die enorme Größe erkennen: Vier Etagen wurden bei der Erweiterung des Gebäudekomplexes im Jahr 1993 unter der Erdoberfläche ausgebaut.

Stammleser unseres Reisetagebuchs haben vermutlich schon bemerkt, dass wir uns mit Austin am zweiten Tag unseres Aufenthalts schon richtig angefreundet haben. Dazu beigetragen haben Tipps, die wir nach unserem gestrigen Blogeintrag via Facebook, Twitter und E-Mail erhielten. Vielen Dank dafür. Für Julia ist Austin schon deswegen “bigger” geworden, weil sie heute Abend bei “Berry Austin” in der Congress Avenue “den besten Frozen Yogurt aller Zeiten” gegessen hat.

Keine Liebe auf den ersten Blick

Im siebten Teil unseres Reisetagebuchs “Apple and Steaks” gibt’s unsere ersten Eindrücke von Austin. Die Hauptstadt von Texas mussten wir uns erst einmal in einem Steakhouse “schön essen”.

In Reisetagebüchern sollten gefälligst nur Orte vorkommen, die als “einzigartig”, “legendär” und/oder “vielfältig” bejubelt werden können. Und was können wir am ersten Abend nach unserer Ankunft über Austin lobenswertes berichten? Das Capitol des Bundestaates Texas sieht recht “hübsch” aus – zumindest aus der Ferne. Ansonsten hält sich unsere Begeisterung noch deutlich in Grenzen. Weiterlesen →

Walking down memory lane in Dallas

Im sechsten Teil unseres Reisetagebuchs “Apple and Steaks” bewegen wir uns auf den Spuren von J.R. Ewing auf der Southfork Ranch und besuchen den Ort an dem John F. Kennedy starb.

Als im Jahr 1991 die letzte der insgesamt 349 Folgen des Dallas-Originals im Fernsehen lief, waren es noch rund sieben Jahre bis zur Geburt unserer Tochter. Kein Wunder also, dass Julia nicht in Begeisterung verfiel, als der Familienrat am Sonntagmorgen mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit beschloss, die Southfork Ranch in der Gemeinde Parker, etwa eine halbe Autostunde außerhalb von Downtown Dallas, zu besuchen. Weiterlesen →

Frische Steaks unterwegs

Im fünften Teil unseres Reisetagebuchs “Apple and Steaks” sind wir “auf die Kuh gekommen”. Julia hat sich sogar auf ein echtes Texas Longhorn gewagt und sich darauf länger gehalten, als die Cowboys beim abendlichen Rodeo…

 

Wenn große Männer kleine Kühe mit dem Lasso einfangen, im hohen Bogen vom Rücken eines wilden Bullen fliegen oder sich von einem buckelnden Pferd in den Sand schleudern lassen – nennt man das Rodeo. In Fort Worth finden jeden Freitag- und Samstagabend im wohltemperierten Cowtown Coliseum inmitten des wild-west-nostalgischen Stockyards-Viertels solche Spektakel mit dem Titel “Championship Rodeo” statt. Weiterlesen →

East – West – Central

Das Tagebuch unserer Ferienreise nach New York, Seattle, Vancouver, Banff in den Rocky Mountains und Chicago vom 16. August bis 10. September 2012.

Ulrike Langer hat uns in Seatlle die schönsten Seiten der “Emerald City” gezeigt. Diese – und viele weitere Höhepunkte unserer Ferienreise an die US-Ost- und Westküste sowie in die kanadischen Rocky Mountains findet ihr in unserem vierten Reisetagebuch mit dem Titel East – West – Central.

Alle Tagebucheinträge East-West-Central

Durch den Südosten der USA

Der legendäre Sonnenuntergang auf Key West war der letzte – längst nicht einzige Höhepunkt auf unserer Reise durch den Südosten der Vereinigten Staaten im Spätsommer 2011.

Auf der 23 tägigen Ferienreise durch North- and South Carolina, Georgia und Florida gab’s viele weitere Highlights, die wir in unserem Reisetagebuch notiert haben.

Alle Tagebucheinträge US-Südosten 2011

US-Westküste und Las Vegas

Hier gibt’s die besten Schnappschüsse von unserer Ferienreise als Audio-Slideshow.

Zurück zu Hause – und die schönen Erinnerungen an unsere Reise durch Teile des Westens der USA werden uns hoffentlich die Rückkehr in den – durchaus nicht immer grauen – Alltag ganz bestimmt erleichtern. Vom 17. August bis 9. September 2010 haben wir rund 3.000 Kilometer mit dem Mietwagen zurückgelegt, dabei unvergessliche Eindrucke gesammelt und jede Menge Schnappschüsse gemacht. Einige davon haben wir in der vertonten Slideshow “Bilder aus Amerika” (ca. 8 Minuten) zusammengestellt.

Alle Tagebucheinträge US-Westküste und Las Vegas

US-Ostküste und Kanada

Unser erstes Reisetagebuch haben wir während unseres Urlaubs an der US-Ostküste und in Kanada im Spätsommer 2009 geführt.

In 25 Tagebucheinträgen berichten wir über unsere wundervolle Reise vom 17. August bis 9. September mit den Stationen New York, Boston, Martha’s Vineyard, Cape Cod, Quebec, Montreal, Thousand Islands, Toronto, Niagarafälle und Washington. Dazu gibt’s noch einen Film mit “Chippy” – unserem absoluten Liebling in diesem Urlaub. Das Streifhörnchen begegnete uns am Ufer des Saint Lawrence Rivers, wo wir vier herrliche Tage in einer Holzhütte verbrachten.

Alle Tagebucheinträge US-Ostküste und Kanada 2009