Tagebuch US-Westen, Teil 20: Von Hearst Castle nach Santa Barbara

5. September 2010. Zugegeben, Urlaub ist für uns nicht die Zeit, in der wir auf besonders gute bzw. gesunde Ernährung achten – und wenn wir in den USA sind, schon gar nicht. (Kurz aufregen oder lästern und weiterlesen) Einer der kulinarischen Sündentempel, dessen Filialen wir auch während dieser Reise bereits mehrfach aufsuchten, heißt „Outback“. Die Franchising-Kette ist vor allem  bekannt für ordentliche Steaks zu annehmbaren Preisen. Uns haben es die Baby Back Ribs besonders angetan; diese mit würziger Marinade überzogenen kurzen Schweinerippchen, die man in Deutschland nur sehr selten bekommt.

Baby Back Ribs im Outback

Eigentlich hatten wir uns fest vorgenommen, während dieser Reise auf weitere dieser kalorienhaltigen Schweinereien zu verzichten. Doch als wir heute an unserem „Best Western“ Motel in Goleta bei Santa Barbara ankamen, strahlte uns schon die Leuchtreklame eines „Outbacks“ an. Also haben wir’s wieder getan.

Unsere Fahrt auf dem Highway Number One von San Simeon nach Santa Barbara (210 Kilometer) war am Sonntag nicht ganz so aufregend, wie die Etappe tags zuvor. In San Simeon sind wir zum Hearst Castle gefahren. Das Schloss auf einem Hügel oberhalb des Pazifischen Ozeans hatte der Zeitungs-Tycoon William Hearst in den 1920er Jahren nach europäischen Vorbildern erreichten lassen. Heute gehört das Anwesen – zumindest für amerikanische, japanische und chinesische Touristen – zu den größten Anziehungspunkten an dem Highway Number One. Um die Besuchermassen bewältigen zu können, wurde ein Visitor Information Center errichtet, dass die Ausmaße einer mittleren Shopping-Mall hat, einschließlich Restaurants und Souvenirshops.

Hearst Castle oberhalb des Pazifiks bei San Simeon

Wir haben uns die teure Führung (24 Dollar pro Person) durch das Schloss gespart, weil wir mit Herrenchiemsee eines der „Originale“ bei uns in Oberbayern fast vor der Haustür haben – im Gegensatz zu einem „Outback“-Restaurant.

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