Tagebuch US-Westen, Teil 23: Venice Beach und Redondo Beach

Skyline von Downtown Los Angeles

8. September 2010. Unser Hotel in Los Angeles liegt am Hawthorne Boulevard; genau so wie das Shopping Center, in dem wir heute Vormittag letzte Einkäufe vor unserem Rückflug nach Deutschland machten. Allerdings trennen Hotel und Shopping Center rund 14 Kilometer. Insgesamt führt der Hawthorne Boulevard über 48 Kilometer durch den Großraum Los Angeles. Die längste Straße – Sepulveda Boulevard – ist sogar knapp 70 Kilometer lang. Wer L.A. entdecken will, muss lange Wege in Kauf nehmen und sollte im dichten Verkehr auf den bis zu 10-spurigen Freeways die Ruhe bewahren, auch wenn eine verpasste Ausfahrt schon mal einen Umweg von 10 Kilometern zur Folge haben kann.

Auf einem Freeway in Los Angeles, Höhe Downtown

Bis zum Venice Beach, der südlich von der Santa Monica Pier am Pazifik liegt, brauchten wir heute Vormittag nur eine knappe halbe Stunde, weil wir erst nach der morgendlichen Rush Hour aufgebrochen sind. Der Ausflug hat sich nicht wirklich gelohnt. Früher konnte man hier originelle T- und Sweatshirts günstig einkaufen – heute ist das Souvenirangebot dürftig und von schlechter Qualität. Hinzu kommt, dass der Frontwalk hinter dem breiten Sandstrand so schmuddelig ist, dass dagegen der „Ballermann“ auf Mallorca wie eine gehobene Flaniermeile erscheint.

Hütte der Baywatcher am Venice Beach

Einen deutlich besseren Eindruck hatten wir am Abend von Redondo Beach, nur wenige Kilometer von unserem Hotel entfernt. In einer Filiale der Seafood-Kette „Joe’s Crab Shack“ feierten wir mit einer Schüssel voller Crabs, Muscheln und Shrimps unseren persönlichen Abschied von den USA – zumindest für diesen Urlaub.

Bevor wir am Donnerstagnachmittag vom Internationalen Flughafen in Los Angeles zu unserem Rückflug über London nach München starten, wollen wir noch Schnappschüsse und Videobilder mit dem berühmten Hollywood-Schriftzug machen. Ein günstiger Standort dafür soll das Griffith Observatorium sein. Dafür müssen wir aber noch einmal einen recht weiten Weg in Kauf nehmen – pro Strecke etwa 32 Kilometer.

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