2011 USA-Südosten Reisetagebücher

Smoke over the Carolinas

Tagebuch US-Süden, Teil 2: Von Charlotte nach Myrtle Beach in South Carolina.

18. August 2011 (Horst). Inge dachte schon an versteckte Kameras als wir heute etwa zur Hälfte unserer 350 Kilometer langen Autofahrt von Charlotte nach Myrtle Beach in einem „Waffle House“ Pause machten. Die freundliche Bedienung fragte uns, ob wir einen Platz in der „Smoker-“ oder „Non-Smoker-Section“ bevorzugen würden. Der Unterschied war sofort ersichtlich: Die Raucher-Plätze liegen vorn an den Fenstern des typisch amerikanischen Roadhouses, während den Nichtrauchern ein paar Tische im dunklen hinteren Bereich vorbehalten sind. Schon in Charlotte hatten wir uns über einen nett angelegten Pavillon im Garten des „La Quinta Inn“ gewundert. Der schönste Platz in der Hotelanlage ist für Raucher reserviert und wird auch reichlich genutzt. Smoke all over the Carolinas.

Rauchen in der Öffentlichkeit – und das in den USA, wo sich doch sonst die Glimmstengelkonsumenten verschämt in irgendwelchen Ecken herumdrücken müssen? In den „Carolinas“ – wie Nord und Süd Carolina zusammen genannt werden – ist das alles anders als in den meisten Teilen der Vereinigten Staaten. Schließlich ist ja hier auch die mächtige Tabakindustrie zu Hause, die gerade gegen die ihrer Meinung nach unverhältnismäßig großen Warnhinweise auf Zigarettenschachteln klagt.

Myrtle Beach empfing uns mit einem ziemlich heftigen „Thunderstorm“. Für Inge und Julia war das gleich ein guter Grund, statt eines ersten ausgedehnten Spaziergangs am angeblich 100 Kilometer langen Sandstrand, das „Coastal Grand“ zu stürmen. Unter den rund zehn dieser gigantisch großen Shopping- und Outlet Centers, die hier auf wenigen Meilen mit „Special Offers“ um Kundschaft buhlen, hatte Julia schon in Deutschland das „Coastal Grand“ als beste Quelle identifiziert. Schließlich gibt es dort neben rund 200 anderen Läden auch einen „Abercrombie Kids Store“. Julia lag genau richtig. T-Shirts, Blusen, Kleidchen, Hosen und Sweater mit dem begehrten Markenaufdruck waren am Donnerstag allesamt im Preis dermaßen reduziert, dass dagegen „H&M“ in Rosenheim hinsichtlich der Preisgestaltung kaum mithalten könnte. In Sachen Klamotten sowieso nicht – meinen zumindest Inge und Julia.

Noch ein Hinweis für unsere Stammkundschaft: Am Donnerstagabend hat uns das Internet in unserem „FDGB-Ferienheim“ verlassen. Deswegen erscheint dieser Tagebucheintrag mit erheblicher Verspätung. Entschuldigung. Was es mit dem „Ferienheim“ auf sich hat, erfahrt ihr morgen.

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