2011 USA-Südosten Reisetagebücher

Golf in einer Pyramide

Tagebuch US-Süden, Teil 5: Letzter Tag in Myrtle Beach mit einer ungewöhnlichen Freizeitaktivität, fehlenden deutschen Touristen und „kräftigen Mamas“ in bunten Schwimmreifen.

21. August 2011 (Horst). Bei dieser feuchten Hitze kann man unmöglich den ganzen Tag am Strand verbringen. Auf der Suche nach einer geeigneten Freizeitaktivität „so für  Zwischendurch“ entdeckte Inge die Nachbildung einer Inka-Pyramide unweit unseres „FDGB-Ferienheims“. Das Besondere: In dem ziemlich imposanten Bauwerk ist eine Minigolfanlage mit insgesamt 27 Löchern untergebracht, die sich über mehrere Etagen erstreckt.

Wir haben uns für einen 18-Loch-Parcour entschieden, dessen Spielfelder je zur Hälfte in – und außerhalb der klimatisierten Pyramide angelegt sind. Zwischen den einzelnen Abschlägen führt der Weg an Wasserfällen und Inka-Skulpturen vorbei. Im Innenbereich bricht regelmäßig ein Vulkan aus. Wenn ich da an unsere heimischen Minigolfplätze denke… In Myrtle Beach gibt es etwa ein Dutzend solcher Anlagen – unter anderem auch in Form eines Piratenschiffes, als Dschungelwelt oder Safaripark.

Der Kassierer in der Inka-Pyramide war übrigens ziemlich überrascht, deutsche Gäste in seiner außergewöhnlichen Golfanlage begrüßen zu können. Am Ende unserer Runde spendierte er sogar noch einen „Snow Ball“, weil wir die ersten „Germans“ in der „Cancun Lagoon“ gewesen seien. Auch wir sind in den vier Tagen unseres Aufenthalts in Myrtle Beach keinen Landsleuten begegnet. Nun ja – für einen Badeurlaub an der Küste South Carolinas wäre die Anreise wohl auch zu aufwendig. Zudem sind die meisten Hotels hier – um es freundlich auszudrücken – ganz schön in die Jahre gekommen.

Dennoch – für uns waren die vier Tage in Myrtle Beach ein prima Start in die Ferien. Der (fast) weiße Strand direkt vor dem Hotel, dazu das lauwarme Wasser des Atlantiks, das uns zu stundenlangem Plantschen in der beherrschbaren Brandung verleitet hat. In den großen Shopping- und Outletcenters haben wir schon in den ersten Tagen alle geplanten (und nicht geplanten) Urlaubseinkäufe zu unglaublich günstigen Preisen erledigt. Großartig und günstig ist in Myrtle Beach auch das Angebot an Seafood. In den Restaurants haben wir für Hauptgerichte wie „King Crab Legs“ nie mehr als umgerechnet zehn Euro bezahlt und sind dafür auch noch äußerst freundlich bedient worden.

Am Ende haben wir sogar noch unser „FDGB-Ferienheim“ mit all seinen Macken ein wenig „lieb“ gewonnen. Vielleicht werden wir sogar einiges vermissen, wenn wir morgen in Richtung Süden weiterfahren. Die „kräftigen Mamas“ zum Beispiel mit ihren bunten Schwimmringen im Swimmingpool unter unserem Balkon. Oder die Klimaanlage in unserem Hotelzimmer. Besorgt fragen wir uns bereits, ob wir ohne den ohrenbetäubenden Krach überhaupt noch einschlafen können. Morgen, in Charleston, werden wir das hoffentlich herausfinden.

P.S. Das familieninterne Golfturnier in der Inka-Pyramide hat übrigens Inge mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Seitdem hat sie den Beinamen „Golf-Champ“.

1 Kommentar zu “Golf in einer Pyramide

  1. Thomas D.

    Charleston ist der Knaller, vor allem abends im historischen Stadtzentrum.

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