2011 USA-Südosten Reisetagebücher

Verjüngungskur im Supermarkt

Tagebuch US-Süden, Teil 9: Wundervolle Ferientage auf Hilton Head Island und  Entwarnung in Sachen „Irene“.

25. August 2011. (Horst) Zunächst war Inge sichtlich verwirrt, später fühlte sie sich geehrt. Als „unsere Mami“ heute Vormittag im Supermarkt hier auf Hilton Head Island bezahlen wollte, wurde sie von der Kassiererin nachhaltig aufgefordert, eine „Identification“ vorzulegen, aus der ihr Alter hervorgeht. Was war passiert? In den Einkaufswagen hatten wir neben Obst auch einen Sixpack „Corona Light“ gepackt. Bier dürfe nur an Personen über 25 Jahren abgegeben werden, wurde Inge von der Kassiererin belehrt, und deshalb sei ein offizieller Altersnachweis erforderlich. Der deutsche Personalausweis half da nicht weiter – das Dokument kannte die amerikanische Supermarkt-Kassiererin überhaupt nicht. Zum Glück akzeptierte sie schließlich Inges Führerschein, wenn auch mit sichtlichem Misstrauen hinsichtlich des Geburtsdatums. Gibt es eigentlich schönere Komplimente?

Nach dieser Verjüngungskur im Supermarkt verbrachten wir einen wundervollen Badetag am breiten und weißen Sandstrand direkt vor unserem Hotel. Im Gegensatz zu unserem „FDGB-Ferienheim“ in Myrtle Beach haben wir auf Hilton Head Island mit dem „Holiday Inn Oceanfront“ eine wunderbare Unterkunft gefunden. Das Hotel ist zwar schon etwas älter – aber sehr gepflegt, unser Zimmer ist geräumig, der Swimmingpool riesig und die Internetanbindung blitzschnell. Was will man mehr?

Dabei hätten wir Hilton Head Island wegen „Irene“ fast von unserer Reiseroute gestrichen. Eigentlich ist es nur der Sturheit der Hotelmanagerin zu verdanken, dass wir schließlich doch in diesem Ferienparadies gelandet sind. Angesichts der Hurrikan-Vorwarnungen wollten wir eigentlich von Charleston unsere Festbuchung zum günstigen Preis im „Holiday Inn“ stornieren. Das lehnte die Managerin ab. Also fuhren wir nach Hilton Head Island – und verleben hier wundervolle unbeschwerte Ferientage.

Unbeschwert auch deswegen, weil „Irene“ nach den letzten Prognosen weit an unserem derzeitigen Urlaubsdomizil vorbeiziehen wird. Das Schlimmste, was uns am Freitag passieren kann ist, dass wir wegen der durch den Hurrikan hervorgerufenen Brandung nicht im Atlantik baden dürfen – aber das haben wir ja schon ausgiebig getan. Bei vielleicht nicht ganz so gutem Urlaubswetter können wir dann am Freitag auch unsere Sonnenbrände pflegen, die wir uns heute geholt haben.

2 Kommentare zu “Verjüngungskur im Supermarkt

  1. Thomas D.

    Das Hotel kenn ich, da war ich im April auch. Und die Strandbar ….. Aber alles ohne Wellen.

  2. Ein deutscher Pass, da kann ja jeder kommen … Klasse, Eure Reise. Lasst es Euch gut gehen. vlg aus Würzburg

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