2011 USA-Südosten Reisetagebücher

Rekordjagd bei Disney

Tagebuch US-Süden, Teil 14: Zwölf Stunden im Magic Kingdom

30. August 2011. (Horst) Bei einem Besuch in den USA wird man regelmäßig mit Rekordjagden konfrontiert. In Amerika ist nun einmal alles größer, schneller, höher und/oder schöner als woanders. Selbst bei der Berichterstattung über die Auswirkungen des Hurrikans „Irene“ in den vergangenen Tagen vermeldeten Fernsehreporter und Moderatoren regelmäßig vermeintliche Rekorde: Im New Yorker Central Park wurde die stärkste Windgeschwindigkeit aller Zeiten gemessen, die Wellen an der Küste von Connecticut erreichten Rekordhöhen und in New Jersey waren so viele Straßenmeilen unpassierbar wie nie zuvor. Zudem hatten wir den Eindruck, dass die Fernsehsender darum wetteiferten, wessen Reporter tiefer im Wasser stehend aus überschwemmten Gebieten berichten.

Am Dienstag haben wir uns an der Rekordjagd beteiligt und dafür Walt Disneys „Magic Kingdom“ hier in Orlando ausgewählt. Unsere Bilanz kann sich durchaus sehen lassen:

  • Wir haben den (angeblich) größten Freizeitpark der Welt besucht.
  • Dort haben wir genau zwölf Stunden verbracht und damit einen neuen Familienrekord für die Besuchsdauer eines Freizeitparks aufgestellt.
  • Nie zuvor haben wir soviel Eintritt für den Besuch eines Freizeitparks bezahlt: Immerhin umgerechnet knapp 60 Euro pro Person.

Dafür haben wir allerdings einen wunderbaren Ferientag verbracht, insgesamt 16 Attraktionen erlebt, einige wegen des großen Spaßes sogar zweimal. Zugegeben – Disneys Magic Kingdom wirkt im Vergleich zu neueren Parks wie Universal’s Island of Adventure schon ein wenig altbacken. Es gibt keine halsbrecherischen Achterbahnen – dafür schippern Boote die kleinen und großen Besucher gemütlich durch bunte Märchenwelten mit sprechenden Figuren und bunten Kulissen.

Dabei war uns nicht immer klar, ob die Attraktionen selbst oder die Servicemitarbeiter älter sind. Disney setzt erstaunlich viele Rentner ein, die den Gästen freundlich zuwinken oder auch schon mal mit Nachdruck das Fotografieren mit Blitzlicht untersagen. Bei einigen Fahrten durch nächtliche Gewölbe – wie „Peter Pan’s Flight“ in einer ruckligen Lore auf Schienen – haben wir uns gefragt, ob die Beleuchtung teilweise ausgefallen war oder das Geld für zusätzliche Figuren und Dekorationen einfach nicht ausgereicht hat.

Macht nichts – wir hatten an diesem Dienstag großen Spaß, auch wenn die legendäre Disney Parade mit Micky und Co. am Nachmittag wegen eines drohenden Gewitters kurzerhand abgesagt wurde. Der große Regen setzte dann doch erst zwei Stunden später gegen 17.00 Uhr ein. Clever wie wir nun einmal sind, flüchteten wir uns in „Stitch’s Great Escape“. Neben der versprochenen „außerirdischen Erfahrung im Dunkeln“ wurden wir dabei auch kräftig nass gespritzt – so nass, wie nie zuvor in einem Freizeitpark. Schließlich waren wir ja auf Rekordjagd.

1 Kommentar zu “Rekordjagd bei Disney

  1. Hallo Ihr Lieben – jeden Morgen mein erster Gang ist zum PC, um ueber die bunte US-Welt, garniert mit Eurem herrlichen Sarkasmus zu lesen und zu schmunzeln. Euch noch viel Spass und schoenes Ferienwetter!

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