Viele Tops und nur wenige Flops

Tagebuch US-Süden, Teil 22: Bilanz unserer Reise durch die Carolinas, Georgia und Florida.

7. September 2011. Da sind wir nun in unserem „Best Western“ in Fort Lauderdale nördlich von Miami. Am Donnerstagmittag wird auf dem wenige Kilometer entfernten Flughafen unsere Maschine nach Charlotte in North Carolina starten. Am Abend geht’s von dort a us Nonstop weiter nach München, wo wir am Freitagmorgen ankommen sollen. Es ist Zeit für eine kurze Bilanz unserer Ferienreise. Um es gleich vorwegzunehmen: Die rund 2.500 Kilometer lange Tour durch Teile des US-Südens hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Nach unseren tollen Erlebnissen an der US-Ostküste und in Kanada vor zwei Jahren sowie nach unserer Rundreise an der Westküste einschließlich Las Vegas im letzten Jahr, waren wir der Ansicht, dass eine Steigerung nicht mehr möglich sei – inzwischen sind wir uns da gar nicht mehr so sicher.

Hier sind die Tops und Flops der vergangenen 21 Tage im US-Süden:

Bester Urlaubsort: Große Einigkeit in der Familie – Key West, die südlichste Spitze der USA auf dem amerikanischen Kontinent, war der krönende Abschluss. Dazu beigetragen haben die wundervolle Atmosphäre während des legendären Sonnenuntergangs und unser Hotel „The Inn“ mit einem palmenumsäumten Swimmingpool und künstlichem Sandstrand.

Schwächster Urlaubsort: Auch hier herrscht Einigkeit – Myrtle Beach erinnerte trotz des weiten Sandstrandes zu sehr an hässlich verbaute Touristenburgen an der spanischen Küste – wie bei Alicante. Gut und ausgesprochen preisgünstig  war allerdings das Angebot an Seafood in Myrtle Beach. Außerdem fanden wir hier mit dem „Coastal Grand“ das mit Abstand beste Shopping Center während unserer Reise.

Hotspot der Reise: Für Julia war’s „The Wizarding World of Harry Potter“ in „Universal’s Island of Adventure“ in Orlando. Horst schwärmt noch immer von der rasanten Airboat-Tour in den Everglades und ich fand die Bootsfahrt in Miami mit dem herrlichen Blick  auf die Skyline besonders schön.

Coldspot der Reise: Alle drei Stimmen für die „Sawgrass Mills Mall“. Das angeblich größte Factory Outlet Center Floridas am Rande von Fort Lauderdale, das wir heute noch besuchten, entpuppte sich trotz zahlreicher namhafter Marken als eine Ansammlung von Ramschläden.

Bestes Hotel auf der Reise: Keine Frage – die ganze Familie wird vermutlich noch in Jahren von „The Inn at Key West“ schwärmen. Das Beste: Weil am Tag unserer Ankunft die Sommersaison zu Ende war, zahlten wir für unseren Aufenthalt in dieser Luxusanlage weniger, als in einer deutsche Großstadt für ein Mittelklasse-Hotel.

Schlechtestes Hotel der Reise: Auch hier herrscht große Übereinstimmung im Hinblick auf das „Springmaid Beach Resort“ in Myrtle Beach. Unser Zimmer war noch ganz okay – vor allem weil die Klimaanlage den Krach der startenden und landenden Maschinen auf dem nur etwa einen Kilometer entfernten Flughafen übertönte. Wir haben den „Schuppen“ sofort nach Ankunft in „FDGB-Ferienheim“ umbenannt.

Größtes Glück der Reise: Wir sind von den Naturkatastrophen, die die USA in den letzten Wochen heimgesucht haben, vollständig verschont geblieben. Von dem Erdbeben – im gar nicht so weit von uns entfernten Virgina – haben wir zufällig in Charleston erfahren. Hurrikan „Irene“ ist mit großem Abstand an uns verbeigezogen als wir auf Hilton Head Island waren und der Tropensturm „Lee“ tobte sich im Golf von Mexiko aus – ebenfalls weit genug von uns entfernt.

Dann bleibt abschließend nur noch die Frage, auf was wir uns zu Hause am meisten freuen? Julia: Auf ein deutsches Frühstück mit einer knackigen Brezn. Diese amerikanischen Kombinationen mit Eiern, Schinken, Pancakes oder French Toast sind nicht „ihr Ding“. Horst hat angekündigt, dass er endlich mal wieder bei richtig kühlem  Schmuddelwetter im dicken Anorak durch die Gegend laufen wolle. Bei ständig über 30 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit in den vergangenen drei Wochen ist das nachvollziehbar. Und ich freue mich schon auf die erste Nacht ohne die Geräusche einer Klimaanlage. Ob ich dann überhaupt noch einschlafen kann? Am Freitagabend wird’s sich zeigen.

Danke an alle, die unser Tagebuch verfolgt – und uns immer wieder mit Tipps für unsere Reise versorgt haben. Mehr von den Müllers auf Reisen gibt’s spätestens ab Mitte August 2012. Wo’s dann hingeht? Am liebsten wieder in die USA – Tipps für eine weitere Route nehmen wir gern entgegen.

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Inge, lieber Horst, liebe Julia,

    super, dass Ihr so viel Spaß bei Eurer Tour duch den Südosten hattet! Mir hat es großen Spaß gemacht, hier alle so schön und witzig berichteten Erlebnisse mitzuferfolgen. Ich habe mich am späten Abend immer schon auf die nächste Folge gefreut.

    Tipps für die nächste Rundreise???? Das ist doch völlig klar: Nach dem Südosten kommt der Nordwesten! Größtmöglicher Kontrast. 30 Grad können wir übrigens auch (= Vorhersage für das kommende Wochenende, aber ohne schwüle Luft). Vorteil für Horst: weniger durchgeschwitze Hemden).

    Jetzt kommt aber erst mal gut wieder heim und schlaft den unvermeidlichen Jetlag aus. Guten Flug!

  2. Fein, freuen uns schon aufs nächste Jahr – zu Besuch bei unserer treuen Stammleserin :-)
    Jetzt komme Du erst mal bei uns vorbei: die Müller-Family freut sich!

  3. Tipps für die nächste Rundreise???? Das ist doch völlig klar: Nach dem Südosten kommt der Nordwesten! Größtmöglicher Kontrast. 30 Grad können wir übrigens auch (= Vorhersage für das kommende Wochenende, aber ohne schwüle Luft). Vorteil für Horst: weniger durchgeschwitze Hemden).
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