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Mit iMovie abgestürzt

Dass Updates von Apples Standardsoftware durchaus zu Verschlimmbesserungen mit der Folge von Programmabstürzen und entnervten Mac-Usern führen können, ist nicht unbedingt eine neue Erkenntnis: Nach Umstellung von „Snow Leopard“ auf „Lion“ im vergangenen Jahr, klagten Kunden scharenweise über „Macken und Ungereimtheiten“ des damals neuen Desktop-Betriebssystems. Auch nach dem Update des „bordeigenen“ Mediensoftwarepakets „iLife“ im Herbst 2010 gab’s viele verärgerte Fotosammler und Hobby-Filmer, weil beispielsweise in „iPhoto“ Bilder verschwanden oder in „iMovie“ die einfache Erstellung von JPEGs nicht mehr möglich war.

Reichlich Ärger gab’s auch nach dem letzten „iMovie“-Update auf die Version 9.0.6 Mitte Juni. Nach eigener Darstellung wollte Apple damit vor allem Verbesserungen der Stabilität bewirken, Anpassungen für die Darstellung auf Retina-Monitoren der neuen MacBooks Pro vornehmen und zehn weitere Benutzersprachen zur Verfügung stellen – von Catalan bis ukrainisch. Viele Amateur-Filmemacher konnten die mit dem Update verbundenen Errungenschaften indes gar nicht beurteilen, weil „iMovie“ sofort nach dem Aufruf stets wieder abstürzte. In Apple-Foren berichteten verzweifelte Nutzer der Videoschnittsoftware, dass selbst der Versuch einer Schadensbehebung durch Neuinstallation des kompletten „iLife“-Pakets erfolglos blieb. Andere löschten gar Projekte und/oder Ereignisse, vernichteten damit die Ergebnisse stunden- oder taglanger Video-Tüfteleien, ohne dass damit das Problem beseitigt werden konnte.

Auch wir haben am Samstag stundenlang gegen die „iMovie“-Abstürze auf zwei Macs – zunächst vergeblich – angekämpft. Die Lösung des Problems fanden wir schließlich in einem amerikanischen Mac-Forum:

Die Datei 3ivxVideoCodec ist der Störenfried. Das Tool – so haben wir nachgelesen – kam vermutlich bei der Installation der Software für die „Flip-Camera“ auf unsere Macs. Die „Flip“ benutzen wir schon seit geraumer Zeit nicht mehr – die mitgelieferte Software ist ohnehin nicht notwendig, um Videos auf dem Mac einzuspielen. Die Produktion der Wackelbild-Kamera wurde übrigens im Frühjahr 2011 eingestellt. Also, weg mit dem störenden Codec.

Leichter gesagt als getan – wo ist der Schädling überhaupt zu finden? Auch das verriet uns freundlicherweise „hsmd“ in der „Apple Support Community“:

In the Finder, navigate to the „Go“ menu.  Select „Go to Folder“. Type in „/Library/Quicktime“ without the quotes.  This will take you to the „Library“ folder which is hidden in Lion. If it’s installed on your machine, you should see the 3ivxvideocodec file in there.  Drag it to the Trash.

Wir haben die „iMovie-Operation“ in Form von Screenshots festgehalten:

Bei uns hat’s bestens geklappt. iMovie läuft wieder auf beiden Macs. Die nächste „VerAPPLEUNG“ ist aber schon in Sicht: Ab 25. Juli soll das neue Betriebssystem „Mountain Lion“ den bisherigen Löwen ablösen. Nach der Umstellung könnten wir Apple-Jünger wohl wieder einigen „Spaß“ bekommen.

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