2012 East-West-Central Reisetagebücher

Apfelladen mit nobler Adresse

2. Teil unseres Reisetagebuchs „East-West-Central“: Ankunft in New York

Wenn man im New Yorker Stadtteil Manhattan auf der Fifth Avenue „uptown“ in Richtung Central Park geht, werden die Läden immer exklusiver und bei Bulgari & Co. erreichen die Preise für ausgestellte Luxusartikel astronomische Höhen. Kaum zu glauben, dass es in dieser noblen Gegend für deutsche Ottonormalverbraucher Schnäppchen zu holen gibt. Gibt es doch. Zum Beispiel im „Apple Store“. Der – nicht zuletzt wegen seiner öffentlich zelebrierten Verkaufsstarts neuer iPhone- und iPad-Modelle – weltweit berühmteste Apfelladen am Rande des Central Parks hat angeblich 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Immerhin gibt es hier – wie überall in den USA – die Apple-Artikel zum gleichen Dollar-Preis, den wir in Deutschland in Euro entrichten müssen. Wenn’s mit dem Euro allerdings weiter so bergab geht, wird sich dieses vermeintliche Schnäppchen wohl bald erledigt haben.

Wir haben am Donnerstag gleich nach unserer Ankunft diesen berühmten „Apple Store“ aufgesucht, weil Julia und Horst mir unbedingt am ersten Tag ihr wundervolles Geburtstagsgeschenk überreichen wollten: Ein nagelneues iPad. Das Personal von Apple ist offenbar angehalten, stets Konversation mit den Kunden zu betreiben. Also fragte mich die Mitarbeiterin bei Übergabe des Geschenks, was ich denn mit meinem neuen „Gerät“ so alles machen wolle. „Zum Beispiel meine Reisetagebücher schreiben“, habe ich ihr geantwortet.

Später haben wir meinen Geburtstag noch in einer Filiale der Steakhaus-Kette „Outback“ nachgefeiert. Beim Knabbern an unseren Spare Ribs sind wir allerdings fast eingeschlafen – schließlich hatten wir einen gaaaaanz langen Tag hinter uns: Start mit drei Stunden Verspätung in München. Neun-Stunden-Flug mit vielen Turbulenzen. Dann die Überraschung bei der Ankunft in Newark: Die Verspätung wurde durch die schnelle Abwicklung der Einreiseformalitäten fast wieder ausgeglichen. Zu unserem Hotel „Affinia“ in Midtown Manhattan, gleich gegenüber vom berühmten Madison Square Garden, haben wir uns ein Taxi geleistet. Kostenpunkt 80 Dollar. Mit so genannten öffentlichen Verkehrsmitteln wären wir zu dritt fast auf die Hälfte gekommen. Kofferschleppen inklusive.

Dafür sind wir später von unserem Hotel die rund acht Kilometer weite Strecke bis zum Apple Store zu Fuß gelaufen; haben dabei sogar noch einen Abstecher zum Times Square gemacht, der uns diesmal irgendwie klein vorkam…

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