2012 East-West-Central Reisetagebücher

Kitschige Ansichtskarten aus Banff

17. Teil unseres Reisetagebuchs „East-West-Central“ mit der „Besteigung“ des Sulphur Mountain, unserem Ausflug an den Lake Minnewanka und einer Hochzeit (fast) vor unserer Tür.

Den besten Ausblick auf unseren derzeitigen Ferienort Banff habe man von dem 2.281 Meter hohen Sulphur Mountain wird in fast jedem Prospekt versichert. Also haben wir uns heute Morgen auf den Weg zum Gipfel gemacht – nicht etwa mit der „Banff Gondola“, sondern zu Fuß. Schließlich hatte uns Ulrike Langer in Seattle mit einem ausgeklügelten Fitnessprogramm auf solche „Gewaltmärsche“ in den Rocky Mountains vorbereitet.

Auf dem gut zweistündigen Aufstieg wurden wir regelmäßig von Chipmunks begleitet, die sich vor uns aufbauten und uns damit offensichtlich klarmachten, dass sie eigentlich Nüsse oder andere Leckereien als Wegezoll erwarten. Wir blieben dennoch hart. Schließlich ist es in den Rocky Mountains streng verboten, wilde Tiere zu füttern. Und dazu zählen auch die süßen Streifenhörnchen.

Oben, auf dem Gipfel des Sulphur Mountains hatten wir dann tatsächlich eine unglaublich gute Aussicht auf Banff und die Naturschönheiten in der direkten Umgebung. Im Vordergrund sahen wir den Bow River, der das kleine Städtchen teilt.  Selbst aus dieser Entfernung erkannten wir auch die Banff Avenue, die sich vom Bow River im Süden über mehrere Kilometer durch die ganze Kleinstadt bis zum Trans- Canada Highway im Norden erstreckt.

Bergrunter haben wir dann doch die Seilbahn genommen. So blieb uns am Nachmittag noch Zeit für einen Abstecher zum nahegelegenen Lake Minnewanka. Mit 28 Kilometern ist er der längste See in den kanadischen Rocky Mountains. Obwohl heute das lange Wochenende wegen des Labour Days am kommenden Montag begann und Banff restlos ausgebucht ist, waren neben uns nur wenige Touristen an diesem Nachmittag an den reizvoll gelegenen See gekommen.

Zurück in der Buffalo Mountain Lodge staunten wir nicht schlecht über eine ziemlich große Hochzeitsgesellschaft, die sich fast direkt vor unserem Zimmer versammelt hatte. Einige Minuten später gaben sich Bryan und Barbra das Ja-Wort. Und das vor der herrlichen Naturkulisse, die ganz normale Fotos manchmal wie kitschige Ansichtskarten aussehen lässt.

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