Tagebuch USA/Kanada – Teil 2: Ankunft in New York

18. August 2009. Wer jemals in den USA als Tourist unterwegs war weiß, dass manche verbalen Superlative durchaus nicht immer angemessen sind. Eine „Breathtaking View“, also die atemberaubende Ansicht oder Aussicht, kann sich durchaus schon mal als herbe Enttäuschung erweisen. Bevor wir diesmal unser Hotelzimmer im „Millenium UN Plaza Hotel“ in New York bezogen, wurde uns keine „Breathtaking View“ angekündigt. Das erwies sich später als Paradebeispiel für eine „Untertreibung“.

Julia, Inge und Horst vor der Freiheitsstatue in New YorkAber der Reihe nach: Wir kamen bei kochender Hitze am Dienstag gegen Mittag in New York an und waren viel zu früh im Hotel. Die Zeit, bis wir endlich unser Zimmer beziehen konnten, haben wir mit einem Teil aus dem touristischen Pflichtprogramm für den „Big Apple“ überbrückt: Besuch der Freiheitsstatue. Obwohl hier in den USA noch Ferien sind, war es ziemlich problemlos mit einem Ausflugsboot vom Battery Park aus nach Liberty Island zu kommen. Die Wartezeit für die Hin- und Rückfahrt betrug jeweils nur wenige Minuten. Die Sicht von der Insel auf Manhattan war wieder atemberaubend und das Familienfoto mit der Freiheitsstatue im Hintergrund ist ohnehin obligatorisch.

Dass am Nachmittag aber noch eine „Kür“ folgen sollte, hatten wir so nicht geplant. Weil wir gemeinsam mit unserer Freundin Gisela den ersten TeilWolkenkratzer von Manhattan in New York (Bild: Julia)unserer Reise gestalten, hatten wir zwei Zimmer im „Millenium UN Plaza Hotel“ gebucht. Beim Check-in fragte uns die Dame an der Rezeption eher verlegen, ob wir denn mit einem „doppelten Doppelzimmer“ einverstanden seien. Zum Glück sind wir auf diesen Vorschlag eingegangen. Die uns zunächst merkwürdig erscheinende Zimmerkonstruktion entpuppte sich als Suite in der 39. Etage. Neben zwei großzügigen Schlafzimmern mit Bädern haben wir UN-Hauptquartier mit East River (Foto: Julia)auch noch ein riesiges Wohnzimmer. Das ist – für den von uns bezahlten Preis – schon „genial“. „Breathtaking“ ist indes die „View“, die wir aus unseren Zimmern haben. Aus den breiten Fenstern, die bis auf den Boden reichen, blicken wir auf der einen Seite auf die Wolkenkratzer von New York, die sich wie eine gigantische Pappschachtelkonstruktion vor uns in der Abendsonne präsentieren. Auf der anderen Seite sehen wir hinunter auf den East River und haben das UN-Hauptquartier direkt vor uns. Das ist zum Glück niedriger als unser Hotel, so dass unsere „Breathtaking View“ in keinster Weise beeinträchtigt wird.

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