22. Teil unseres Reisetagebuchs „East-West-Central“: Wie Julia den Umsatz von „Abercrombie & Fitch“ steigerte, Horst mit der Eisenbahn „spielte“ und wir uns von guten Freunden verabschieden mussten.

Das Mode-Label „Abercrombie & Fitch“ war in den vergangenen Monaten wiederholt Gegenstand der Berichterstattung in den Wirtschaftsteilen amerikanischer Zeitungen. Tenor der Beiträge: Während das Geschäft international „brummt“, gingen Verkäufe und Gewinne auf dem heimischen US-Markt deutlich zurück. Julia hat am Mittwoch nachhaltig dafür gesorgt, dass die Sorgen des Managements in der Konzernzentrale in New Albany im Bundesstaat Ohio deutlich geringer geworden sein dürften.

Statt an unserem letzten Tag an der Westküste irgendwo am Pazifik oder einem der Seen in Seattle auszuspannen, lotste uns unsere Tochter heute Vormittag zielstrebig in das Alderwood Shopping Center, rund 30 Kilometer nördlich von Seattle. Durch umfassende Internetrecherchen hatte Julia zuvor herausgefunden, dass bei „Abercrombie Kids“ zurzeit der in den USA verbreitete „Back to School Sale“ läuft. Tatsächlich gab’s dort heute die angesagten „Hoodies“, „Jeggings“ und „Tops“ zu Preisnachlässen bis zu 50 Prozent. Julia „schlug“ durch Einsatz eines Teils ihrer Ersparnisse so kräftig zu, dass ich jetzt echte Probleme habe, die Sachen in unserem Reisegepäck unterzubringen.

Horst, der an sich nicht der geduldigste Begleiter bei ausgedehnten Shopping-Touren von uns Mädels ist, nahm die Sache heute sehr gelassen auf sich. Schließlich hatte sich schon am Morgen ein lang gehegter Wunsch von ihm erfüllt: Am Bahnhof von Bellingham konnte er ganz in Ruhe einen der langen Personenzüge der „AMTRAK“ filmen und fotografieren. Wenig später fuhr auch noch einer dieser endlos langen Güterzüge mit drei Lokomotiven an uns vorbei, während wir eine gefühlte Ewigkeit vor der geschlossenen Bahnschranke standen.

Als wir später auf der Interstate 5 das Panorama von Seattle vor uns hatten, freuten wir uns schon auf den letzten Abend an der Westküste mit Ulrike Langer, Achim Rohde und ihren Kindern Marie und Leon, die vor unserer Fahrt in die „Rockys“ großartige Gastgeber in ihrem urgemütlichen Haus in West Seattle für uns waren.

Wir trafen uns dann in einem Steakhaus der „Outback“-Kette, ganz in der Nähe des Flughafens Seattle-Tacoma, von dem wir am Donnerstagvormittag nach Chicago weiterfliegen. Ulrike hat zurzeit ihre Eltern zu Gast, denen sie ihre neue Heimat im Nordwesten der USA zeigt. Auch einer der nächsten Besuche hat sich bereits angekündigt: Wir kommen im nächsten Jahr ganz bestimmt wieder!

2 Kommentare zu “Julia im Kaufrausch

  1. Habt Ihr bei Outback eine „Blooming Onion“ gegessen? 🙂

  2. Klar! Auf Anraten von Ulrike, sie kennt sich ja bestens aus 🙂 – War lecker!

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