2012 East-West-Central Reisetagebücher

Plötzlich mitten in Chicago

23. Teil unseres Reisetagebuchs „East-West-Central“ mit ersten Eindrücken aus der Metropole am Lake Michigan und freie Sicht auf den Mount Rainier bei Seattle.

Eigentlich hatte es uns vor dem heutigen Flug von Seattle nach Chicago ein wenig gegraut. Schließlich ist Fliegen in den USA alles andere als eine bequeme Reiseform. Check-in, Sicherheitskontrolle, Weg zum Flugsteig, Boarding – alles ist noch umständlicher als bei uns in Deutschland. Dazu sind die Maschinen der US-Fluggesellschaften zumeist reichlich in die Jahre gekommen, genauso wie die Flugbegleiter, zumindest bei „United Airlines“. Horst hat Julia heute auf dem Flug mal wieder vorgeschwärmt, dass in seiner Jugend (also weit zurück im vorigen Jahrhundert) nur „Traumfrauen“ als Stewardessen angenommen wurden, die aufreizend durch die enge Kabine gestöckelt seien und damit zumindest den männlichen Passagieren jegliche Flugangst genommen hätten.

Zurück zum Thema. Heute gab’s keine größeren Probleme, auch keine Flugangst bei Horst. Kurz nach dem Start in Seattle hatten wir sogar freie Sicht auf den schneebedeckten Mount Rainier, der mit seinen 4.392 Metern bei klarer Sicht eine Traumkulisse für die Smaragdstadt bildet. Ehe wir uns versahen, war der Dreistunden-Flug vorbei und wenig später standen wir schon vor unserem Hotel auf der Monroe Avenue mitten im „Loop“, wie das Zentrum von Chicago genannt wird. Vor uns ratterte einer der legendären „Elevated Trains“ durch die Hochhäuserschluchten.

Chicago ist noch beeindruckender, als wir uns das vorgestellt hatten. Die Wolkenkratzer wirken mindestens so mächtig wie die in Manhattan. Allerdings waren die Straßen – zumindest heute Abend – viel weniger belebt, als wir das noch vor drei Wochen in New York erlebt hatten.

Am Abend haben wir dann noch einen ausgedehnten Spaziergang bis hinunter an den Lake Michigan gemacht, bei „Bubba Gump“ am Navy Pier „Shrimps bis zum Abwinken“ in uns hineingestopft und uns zum Abschluss von einem freundlichen Passanten am Millenium Park für das Familienalbum ablichten lassen.

P.S. Aus Chicago senden wir herzliche Glückwünsche an die Gewinner des Deutschen Radiopreises; insbesondere an Sina Peschke, die als beste Moderatorin ausgezeichnet wurde und an die Jungs von detektor.fm, die den Preis für die beste Innovation erhielten. Wir freuen uns für euch!

Top