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Wenn Sie’s schön haben wollen…

Update in Sachen Hamburg:  Ab Ende Juli werden wir in der schönsten Stadt der Welt leben. Dafür verzichten wir auch gern auf unseren Sommerurlaub.

Das ist eine gute Idee von der Hamburger Hochbahn: In den U-Bahn-Linien der Hansestadt werden seit April ausgewählte Haltestellen von Prominenten angekündigt. So wünscht Jan Fedder vom „Großstadtrevier“ mit seiner rauen Stimme „viel Spaß“, bevor die U3 in der Station St. Pauli einfährt. Durch ein fröhliches „Herzlich Willkommen in Eimsbüttel“ weist Smudo von den „Fantastischen Vier“ auf den nächsten Halt an der Christuskirche hin. Und Udo Lindenberg verbreitet „keine Panik“, wenn er die Station Mönckebergstraße ankündigt.

Bei unserer Wohnungssuche Ende Mai in Hamburg haben wir Roger Willemsen beim Wort genommen. Kurz bevor die U3 am Eppendorfer Baum hält, rät der Publizist und TV-Moderator den Fahrgästen: „Wenn Sie’s schön haben wollen, steigen Sie hier aus.“ Wir werden der Empfehlung wohl noch häufig folgen. Schließlich liegt unser künftiges Zuhause nur drei Gehminuten entfernt im Jungfrauenthal.

Julia hat unser neues Zuhause im Internet entdeckt

Julia hatte die Wohnung zuerst auf einer Immobilienplattform im Internet entdeckt. Horst und ich waren zunächst noch skeptisch – vierte Etage in einem Altbau mit 3,60 Meter hohen Decken, kein Fahrstuhl und vermutlich chronischer Parkplatzmangel in der näheren Umgebung. Also habe ich vorsichtshalber rund ein Dutzend Besichtigungstermine mit Maklern und Wohnungseigentümern an drei Tagen vereinbart.

Umsonst – Julia sollte Recht behalten. Es gibt Wohnungen, in denen man sich nach dem ersten Betreten am liebsten gleich für immer niederlassen würde. Genau das sind die 163 Quadratmeter Altbau im Stadtteil Harvestehude für die wir ab Ende Juli sogar die täglich mehrfache Bewältigung eines Fitnessparcours in Form von 95 Treppenstufen in Kauf nehmen wollen. Dafür gibt’s oben von einem der beiden Balkons eine herrliche Aussicht über weite Teile Hamburgs. Die Zimmer sind groß, hell und freundlich. Ganz so, wie wir uns das zu Beginn unserer Wohnungssuche vorgestellt hatten. Julia erreicht ihr künftiges Gymnasium in einer Viertelstunde zu Fuß und zwei U-Bahn-Stationen in unmittelbarer Nähe dürften die Parkplatznöte deutlich mindern.

Mama macht das schon

Wir haben also allen Grund, uns auf unser neues Zuhause zu freuen. Wenn da nur nicht der leidige Umzug aus Oberbayern in die Hansestadt noch bevorstehen würde. Was sich in mehr als 14 Jahren in unserer Haushälfte so alles angesammelt hat, ist schlicht unglaublich. Julia und Horst haben es sich ziemlich einfach gemacht und mich kurzerhand zur Umzugsbeauftragten ernannt. Ganz nach dem Motto: Mama macht das schon….

Ob das tatsächlich alles so klappt, wie wir uns das vorstellen? Wie wir in  Stephanskirchen Abschied nehmen und hoffentlich heil in Hamburg ankommen, könnt ihr in diesem Weblog mitverfolgen. Weil wir in diesem Sommer wegen des bevorstehenden Umzugs in die für uns schönste Stadt der Welt auf den an sich geplanten Urlaub in den USA (gern) verzichten müssen, gibt’s hier in den nächsten Wochen statt unseres Reise- nunmehr das Umzugstagebuch. Drückt uns die Daumen und viel Spaß beim Lesen.

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