2014 USA-Texas Reisetagebücher

Apple and Steaks

Herzlich willkommen, liebe Freunde, Bekannte, Kollegen und Zufallsleser zu unserem Reisetagebuch. Bis zum 18. August berichten wir hier über unsere Ferien in New York City und Texas. Den passenden Titel dazu hat Thomas Dürselen beigesteuert: Apple and Steaks.

Eigentlich müssten wir mit einer Entschuldigung beginnen, schließlich sollte die erste Ausgabe unseres Tagebuchs laut Ankündigung schon am Dienstagabend im Netz stehen. Vermutlich waren Hunderttausende, wenn nicht Millionen Reisetagebuch-Fans frustiert, weil zu diesem Zeitpunkt noch keine „News“ aus unseren Ferien zu finden waren. Es sollen hier erst gar keine angeblichen technischen Probleme als Ausrede angeführt werden. Nein, wir waren nach einem tollen ersten Ferientag einfach zu müde und überhaupt nicht mehr in der Lage, auch nur irgend etwas zu formulieren. Jetzt, nach zwölf Stunden Schlaf in unserem tollen Hotel Metro (35. Straße in Manhattan – dazu morgen mehr) kann’s endlich losgehen mit unserem Reisetagebuch „Apple and Steaks“. Diesen einprägsamen Titel hat übrigens Inges alter Freund, Radiokollege und ausgewiesener USA-Experte, Thomas Dürselen, zu unserer Reise beigesteuert.

Sprachtest bestanden – Beinfreiheit gewonnen

Irgendwie sind wir in diesem Jahr besonders bequem in den „Big Apple“ gekommen. Seitdem wir in Hamburg wohnen, dauert die Fahrt zum Flughafen nur noch 15 Minuten, früher in Oberbayern mussten wir mindestens zwei Stunden einkalkulieren, um auch rechtzeitig vor Abflug am Münchener Flughafen einzutreffen, der ja bekanntlich schon fast in Nürnberg liegt. Beim Check-in wurden wir von der United Airlines Mitarbeiterin einem ausgiebige Sprachtest unterzogen: „Do you speak English?“ – „Yes!“, antwortete Julia spontan und schon bekamen wir als Anerkennung für diese fremdsprachliche Meisterleistung eine Notausgangreihe zugewiesen. Grund dafür war nicht etwa, Horst mit seinen 1,95 Meter einen Gefallen zu tun. Nein, bei einem etwaigen Notfall hätten wir mit unseren fortgeschrittenen englischen Sprachkenntnissen die Besatzung bei Evakuierung der Boeing 757-200 unterstützen können – oder auch nicht… Horst musste unweigerlich an den alten Otto-Spruch denken: „English for runaways“.

Willkommen im Big Apple. Der Flug war denn auch äußerst angenehm und die sonst so zeitaufwendige Einreise in die USA am Flughafen Newark fast so locker, wie der Grenzübertritt von Deutschland in die Niederlande vor Ratifizierung des Schengener Abkommens. Dafür dauerte die Fahrt zum Hotel umso länger. Wir haben in New York City noch nie zuvor in einem so unendlichen Verkehrsstau gesteckt wie am Dienstagmittag Ortszeit. Dazu hatten wir am Flughafen das vermutlich älteste und dreckigste Taxi  aus dem gesamten Großraum New York zugewiesen bekommen, in dem auch die Klimanalage nicht wirklich funktionierte. Der Fahrer – so unser Eindruck – wollte sich von dem Niveau seines Gefährts keinesfalls positiv abheben. So ignorierte er auf der letztendlich zweistündigen Fahrt zum Hotel alle Konversationsversuche hartnäckig.

Der beste Taxifahrer der Welt

Und doch hatten wir – oder besser Julia – unglaubliches Glück mit unserem Taxler (ist noch bayerisch und bedeutet ‚Taxifahrer‘). Unser Fräulein Tochter hatte nach Ankunft am Hotel ihr iPhone auf der Rückbank liegenlassen. Wir waren schon fast an der Rezeption angekommen, als der sonst so stumme und grimmig dreinschauende Mann nach uns rief. Begleitet von einem unvermuteten Lächeln reckte er Julias wichtigstes Urlaubswerkzeug in die Höhe. Danke! Seit diesem Augenblick ist er für uns der beste Taxifahrer der Welt. Wir würden jederzeit wieder in seinem schmuddelig-gelben Cab sonstwohin fahren.

Freiheitsstatue zum Nulltarif

Dann folgte dieselbe Prozedur, wie eigentlich immer, wenn wir in New York ankommen. Unser Hotelzimmer war noch nicht bezugsfertig. Also fuhren wir mit der Subway-Linie R zum Battery Park, ganz im Süden Manhattans. Dort gibt’s übrigens kostenfreies W-Lan, das recht ordentliche Verbindungen ins Internet ermögicht.

Unser Ziel war allerdings die Statue of Liberty. Weil wir uns inzwischen schon als New York-Kenner fühlen, haben wir uns diesmal die Freiheitsstatute von der Staten Island Ferry aus angeschaut. Die rostig-farbenen Fährschiffe verbinden Manhattan mit Staten Island, dem kleinsten der fünf New Yorker Stadtteile, übrigens zum Nulltarif. Allerdings kann man auf diese Weise nicht auf Liberty Island gelangen. Dazu hätten wir eine „Statue Cruise“ für 18 US-Dollar pro Person buchen müssen, die auch den Besuch von Ellis Island enthält. Auf dieser Nachbarinsel im Hafen von New York wurden früher Einwanderer regelrecht „gefilzt“, bevor sie das US-Festland überhaupt betreten durften.

Die kostenlose Fahrt mit der Staten Island Ferry ist dennoch eine hervorragende Alternative, um die Freiheitsstatue und auch die imposante Südspitze von Manhattan mit ihren Wolkenkratzern sehen, fotogafieren und filmen zu können – was wir dann auch reichlich ausgenutzt haben.

1 Kommentar zu “Apple and Steaks

  1. Namensnennung und Verlinkung, ich fühle mich echt geehrt. Gute Reise, ich werde es eng verfolgen, Texas fehlt mir noch 🙂

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