2014 USA-Texas Reisetagebücher

Keine Liebe auf den ersten Blick

Im siebten Teil unseres Reisetagebuchs „Apple and Steaks“ gibt’s unsere ersten Eindrücke von Austin. Die Hauptstadt von Texas mussten wir uns erst einmal in einem Steakhouse „schön essen“.

In Reisetagebüchern sollten gefälligst nur Orte vorkommen, die als „einzigartig“, „legendär“ und/oder „vielfältig“ bejubelt werden können. Und was können wir am ersten Abend nach unserer Ankunft über Austin lobenswertes berichten? Das Capitol des Bundestaates Texas sieht recht „hübsch“ aus – zumindest aus der Ferne. Ansonsten hält sich unsere Begeisterung noch deutlich in Grenzen.

Unserem Reiseführer „Texas“ folgend, sind wir zur Abendessenszeit von unserem etwas außerhalb gelegenen Hotel nach Downtown in die als „quicklebendig“ beschriebene Sixth Street gefahren – und hatten den Eindruck, dass die „Austinites“ ihre Stadt aus uns nicht bekannten Gründen fluchtartig verlassen haben müssen. Wir liefen so ziemlich allein durch den „Historical District“,  vorbei an zumeist geschlossenen Restaurants und leeren Bars.

Auch unsere Suche nach einem der angeblich „mehr als 200 Musikclubs“ in denen „allabendlich Kostproben der lokalen Musikszene“ geboten werden sollen, verlief recht enttäuschend. Kurz bevor wir wieder in den Mietwagen einstiegen, hörten wir dann doch noch Live-Musik aus einer Openair Bar. Als wir näher kamen, entdeckten wir zwei verloren wirkende Musiker auf der kleinen Bühne – die sich ausgerechnet an dem Stones-Klassiker „As Tears go by“ versuchten. Noch verlorener wirkte allerdings der einzige Zuhörer bei diesem „Hinterhofkonzert“ (auf dem Bild rechts, halb verdeckt).

Leute, so geht das nicht. Wir hatten tolle Ferientage in New York, Fort Worth und Dallas – und dann zwei Hinterhofmusikanten als Repräsentanten der vielgepriesenen Musikszene von Austin? Irgendwie musste der Abend zumindest noch ein wenig gerettet werden. Zum Glück hatte Julia auf der Fahrt ins Zentrum ein Restaurant der Steakhousekette „Longhorns“ entdeckt. Mit tollen Spare Ribs für Julia und Horst sowie einem butterweichen Rinderfilet, das sich Inge bestellt hatte, gab’s doch noch einen – zumindest kulinarisch – ausgesprochen gelungenen Abschluss unserer ersten Stunden in Austin.

Nachdem wir uns am ersten Abend die Haupstadt von Texas quasi „schön gegessen“ haben, wollen wir ab Dienstagmorgen die sehenswerten Seiten von Austin und Umgebung entdecken. Ob uns das gelingt, könnt ihr in unserem Reisetagebuch nachlesen. Übrigens – für sachdienliche Hinweise sind wir immer dankbar.

3 Kommentare zu “Keine Liebe auf den ersten Blick

  1. Julia Roth

    Hey,

    ich war Ende Mai in Austin und habe dort eine tolle band interviewt, die mich rumgeführt hat. Das Mexican Museum fand ich gut, außerdem das riesige Naturschwimmbad mitten in der Stadt. – Und wir waren nachts auf einer Strasse, auf der man sich vor Live-Konzerten jedweder Art nicht retten kann! Ich glaube, dass war die East 6th Street, z.B. in der „Flamingo Cantina“.

    Good Luck & schönen Urlaub noch!

  2. Julia Roth

    PS: Das Schwimmbad ist der Barton Springs Pool (auf der anderen Seite des Flusses), man kann da mit den Leihfahrrädern, die es überall in der Stadt gibt, super hinfahren. In den Bars geht’s frühestens ab 22/23 Uhr ab. Und Austin ist halt keine Metropole (musiktechnisch fand fand ich es aber beeindrucken, ebenso wie die Latino Community). Vorher war ich in Chicago – das fand ich überraschend toll.

  3. Ihr seid zur falschen Jahreszeit in Austin. Im März steppt dort der Bär 😉

Kommentare sind geschlossen.

Top