2014 USA-Texas Reisetagebücher

Mehrdimensionales Shopping-Fieber

An unserem vorletzten Tag in Texas besuchten wir am Freitag eines der weltweit größten Factory Outlet-Areale. In der 25. Ausgabe berichten wir über unseren neuen Shopping-Rekord und machen außerdem auch noch ein wenig Sightseeing in New Braunfels, der ältesten von Deutschen gegründeten Stadt im Lone Star State.

Darüber hatten wir uns ja schon früher im Reisetagebuch „Apple and Steaks“ ausgelassen: In Texas ist (fast) alles größer, schöner, weiter, höher, attraktiver, sehenswerter… als anderswo. Das gilt umso mehr, wenn’s ums Shopping geht. Auf Empfehlung von Allen, den wir auf „unserer Ranch in Texas“ kennen- und schätzen gelernt hatten, besuchten wir an unserem vorletzten Tag im Lone Star State eines der weltweit größten Factory Outlet-Areale. An der Interstate 35 sind etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen San Antonio und Austin bei San Marcos mit den Premium Outlets und Tanger Outlets gleich zwei überdimensionale Einkaufsparks mit zusammen über 300 Shops in unmittelbarer Nachbarschaft zu finden. Die meisten Shops haben dazu auch noch Dimensionen wie große Supermärkte. Alle bekannten Marken sind hier ohnehin zu finden: Von A wie Abercrombie & Fitch bis Z wie Zales, dem amerikanischen Schmuckhersteller.

 

Wie von früheren Touren in anderen Outlet Parks der USA gewohnt, parkten wir unseren Mietwagen gegen Mittag und gingen zu Fuß auf „Shopping-Tour“. Wie sich bald herausstellte, war das wegen der riesigen Dimension des Outlet-Areals eine weniger gute Idee. Zudem drohten uns Temperaturen von annäherend 40 Grad außerhalb der Läden die Shopping-Laune bald zu vermiesen. Also setzten wir uns ins Auto und fuhren – so wie die meisten anderen Besucher auch – langsam an den Shops vorbei. Wenn wir  etwas interessantes entdeckten, stoppten wir, suchten einen Parkplatz in der Nähe auf und stürzten uns ins Gewühl, das an diesem Freitagnachmittag in den meisten Shops herrschte.

Die Preise für richtig gute Markenwaren sind vor allem im Tanger Outlet so günstig, dass sogar Horst den Angeboten nicht widerstehen konnte. Bei knapp 40 Grad Außentemperatur kaufte er sich ausgrechnet eine dicke Lammfell-Lederjacke. Dennoch errang Julia mal wieder den Titel der Shopping-Queen und Inge bekam auch noch etwas ab… Über unsere Ausgaben wollen wir hier besser keine Ausführungen machen – dafür aber über die Zeit, die wir in dem Shopping-Areal verbrachten: Neun Stunden, kleinere Pausen zu Getränke- und Nahrungsaufnahme mit eingerechnet. Das ist neuer Familien-Rekord.

Genug eingekauft. Bevor uns das mehrdimensionale Shopping-Fieber in San Marcos erfasste, machten wir in New Braunfels halt, der ersten von Deutschen gegründeten Stadt in Texas. Das war im Jahr 1845. Heute leben hier knapp 60.000 Einwohner und es gibt vor allem zwei Atraktionen: „Schlitterbahn“, einen der größten Wasserrutschen-Parks in den USA, sowie das „Wurstfest“, das allerdings erst im November stattfindet, dann jedoch hunderttausende Besucher aus allen Teilen der Vereinigten Staaten anlocken soll. Reklametafeln für das Spektakel sind schon jetzt in dem kleinen Stadtzentrum und an den Ausfallstraßen reichlich zu sehen.

Wir haben uns das kleine Stadtzentrum mit dem mächtigen Gerichtsgebäude des Coma Countys, Lokalen und Geschäften angesehen, von denen einige auch deutsche Beschriftungen tragen, wie zum Beispiel das „Friesenhaus“, ein Restaurant mit deutscher Küche und eigener Bäckerei. Deutsche Spezialitäten haben wir allerdings nicht probiert, schließlich haben wir die ja in wenigen Tagen schon wieder im Original, wenn unsere wundervolle Reise am Montagmorgen in Hamburg zu Ende ist.

Hinweis: Den nächsten und letzten Eintrag in unser Reisetagebuch „Apple and Steaks“ können wir erst am Montag nach unserer Rückkehr in Hamburg veröffentlichen. Dann gibt’s ein Fazit unserer Ferienreise mit – soviel können wir schon jetzt verraten – vielen Tops und ganz wenigen Flops.

 

 

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