2015 NYC+Alter Süden Reisetagebücher

Aufstieg ins „Hirn“ der Freiheitsstatue

Reisetagebuch New York City + Alter Süden – Teil 1: Heute Morgen in der Subway Linie R auf dem Weg zur South Ferry, wo die Aufsflugsboote zur Liberty Island ablegen, haben wir mal nachgerechnet: Als Familie sind wir jetzt schon zum fünften Mal gemeinsam in New York; einzeln sogar schon zum 26. Mal. Was viele Touristen gleich bei ihrem ersten Aufenthalt im Big Apple zu Recht machen, haben wir bislang dummerweise versäumt: Den Aufstieg in der Freiheitsstatue über 377 Stufen ganz hinauf bis ins „Hirn“ der alten Dame, die seit nunmehr über 128 Jahren die Besatzungen und Passagiere der ankommenden Schiffe mit einer Fackel in der nach oben gereckten rechten Hand im Hafen von New York begrüßt.

Und wie ist es da oben? Eng – und die Aussicht aus den schrägen Fenstern hält sich durchaus in Grenzen. Für den großartigen Panoramablick auf die Südspitze von Manhattan muss man dann wieder 146 Stufen auf der verdammt engen Treppe nach unten krabbeln. Da ist sie dann die „Breathtaking View“, die in den USA an so vielen touristischen Orten propagiert wird und die hier ganz bestimmt Realtität ist: Nirgendwo anders ist der Blick auf die Skyline an der Südspitze von Manhattan mit dem herausragenden neuen One World Trade Center so atemberaubend wie vom Sockel der Statue of Liberty.

Bei traumhaftem Wetter mit Temperaturen von knapp 30 Grad haben wir am Freitag fast den ganzen Tag auf Liberty Island und der Nachbarinsel Ellis Island verbracht. Hier sollen zwischen dem ausgehenden 19. Jahrhundert und 1956 rund 12 Millionen Einwanderer in die USA einer harten Aufnahmeprozedur unterzogen worden sein. Das Hauptgebäude wurde bei dem Wirbelsturm Sandy Ende Oktober 2012 so stark beschädigt, dass man noch heute Spuren der Naturgewalten erkennen kann und auch längst noch nicht alle Ausstellungsstücke wieder zurück in dem Museum auf der Insel sind.

So mancher Tourist behauptet ja, dass die schikanösen Befragungen bis heute fortgeführt würden, wenn man in die USA einreisen will. Wir hatten diesmal mehr Glück. Bei unserer Ankunft am Donnerstag dauerte es am Flughafen von Newark kaum eine halbe Stunde, bis wir den begehrten Touristenstempel im Pass hatten.

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