2015 NYC+Alter Süden Reisetagebücher

Zurück auf die Bourbon Street

9. Teil unseres Reisetagebuchs mit viel Live-Musik und Riesenstimmung im French Quarter in New Orleans, dem vermutlich aufregendsten Vergnügungsviertel der Welt.

Auf einer Rundreise, wie wir sie zurzeit duch die Metropolen im so genannten „Alten Süden“ der USA machen, gehören bestimmte Sehenswürdigkeiten schon fast zum Pflichtprogramm: In Memphis werden wir Graceland besichtigen, in Nashville die Grand Ole Opry erleben und für Atlanta haben wir Touren bei Coca Cola sowie CNN schon fest gebucht. In New Orleans, wo wir noch bis Montagmorgen sind, ist das French Quarter ein absolutes Muss.

Mittelpunkt des „Französischen Viertels“ von New Orleans, das sich vom Riverwalk am Mississippi bis weit in die Stadt hinein erstreckt, ist die Bourbon Street. Der Name der Vergnügungsmeile ist ein Tribut an das französische Adelsgeschlecht der Bourbonen. Imerhin hatten die Franzosen die Stadt im Jahr 1718 Uhr im Sumpfland des Mississippi-Deltas gegründet. Böse Zungen behaupten sogar, dass das Sumpfland auch heute noch weiter besteht. Damit meinen sie die unzähligen Bars, Striplokale, Musikkneipen und Restaurants, die auf der Bourbon Street den Rahmen für die größte öffentliche Party bilden, die wir jemals miterlebt haben.

Wir haben das French Quarter gleich drei mal besucht – einmal heute Nachmittag bei Tag und zwei mal am späten Abend – am Freitag nach unserer Ankunft in New Orleans und in der Samstagnacht ziemlich ausführlich. Dabei waren wir vor allem von den Livebands in den Musikkneipen begeistert. Die Repertoires reichen vom traditionellen Old Time Jazz über Pop- und Rockoldies bis zu aktuellem Hip-Hop. Riesenstimmung herrschte auch in den Karaoke-Bars, wo nicht etwa talentierte Gesangskünstler unter den Gästen, sondern professionelle „Anheizer“ im Mittelpunkt stehen.

Shit – und wir mussten draußen bleiben, weil Julia erst 17 Jahre jung ist und im Bundesstaat Lousiana Clubs und Kneipen wie die im French Quarter nur ab 21 Jahren – oder in Begleitung der Eltern ab 18 Jahren – betreten werden dürfen. So locker die Atmosphäre auch sonst sein mag – das Alter der Gäste wird an den Eingängen peinlich genau kontrolliert. Das hat unserer Stimmung allerdings kaum Abbruch getan. Wir haben einfach an den offenen Fenstern und Türen der Musikkneipen mitgefeiert. Außerdem hat sich Julia fest vorgenommen, auf die Bourbon Street zurückzukehren. In vier Jahren will unsere Tochter hier ihren 21. Geburtstag feiern…

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