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(Makin‘) LOVE in Philadelphia

16. August 2016 | Wer die größte Metropole von Pennsylvania zum ersten Mal besucht, muss geradezu ein Pflichtprogramm absolvieren. Schließlich hat keine andere Stadt in den USA eine vergleichbar große historische Bedeutung. Damit beginnt der 5. Teil unseres Reisetagebuchs 2016.

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Die Independence Hall im historischen District von Philadelphia

Die Independence Hall, das Gebäude indem im Jahr 1776 die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten unterzeichnet – und elf Jahre später die Verfassung verabschiedet wurde, ist wohl die wichtigste Adresse für Touristen, zumindest beim ersten Besuch in Philadelphia. Wir sind am Dienstagmorgen extra ganz früh aufgestanden, um Eintrittskarten zu ergattern, weil die  stets schnell vergriffen sein sollen. Auch das vorab im Internet verfügbare Kontingent ist begrenzt. Wir sind zumindest am Tag zuvor mit unserer Anfrage über die Website des National Parkservice schon zu spät d’ran gewesen.

Die Independence Hall ist wohl der historisch bedeutendste Raum für die Vereinigten Staaten
Die Independence Hall ist wohl der historisch bedeutendste Raum für die Vereinigten Staaten

Eine Eintrittsgebühr wird für die gut geführte Tour durch Independence – und Congress Hall sowie andere Räumlichkeiten des Gebäudes nicht erhoben. Aus den Erklärungen der Park Ranger haben wir unter anderem erfahren, dass die Gründerväter der Vereinigten Staaten durchaus nicht makellos waren. So hielten der erste und dritte Präsident – George Washington und Thomas Jefferson – selbst Sklaven.

Congress Hall im Gebäude der Independence Hall
Congress Hall im Gebäude der Independence Hall

Die Freiheitsglocke – Liberty Bell – befindet sich längst nicht mehr im Turm der Independence Hall, sondern ist im gegenüberliegenden Pavillon verbunden mit einer Ausstellung zu besichtigen – auch hier ist der Eintritt frei. Zu hören ist die Glocke allerdings schon lange nicht mehr – sie hat einen irreparablen Schaden.

Die Liberty Bell ist das wichigtse Symbol der US-Amerikaner für Freiheit und Unabhängigkeit
Die Liberty Bell ist das wichtigste Symbol der US-Amerikaner für Freiheit und Unabhängigkeit

Bei unserem – etwas zu kurz geratenen – Aufenthalt in Philadelphia haben wir uns insbesondere auf die Tipps von Katrin Moraske verlassen. Horsts ehemalige Medienmanagement-Studentin hat mehr als ein halbes Jahr in Philadelphia gelebt und uns noch vor Reiseantritt in Deutschland mit einer umfangreichen Liste versorgt. Wir sind mit Katrins Tipps bestens gefahren – oder richtiger – gegangen. Philadelphia lässt sich durchaus zu Fuß erkunden. Das innere Stadtgebiet mit den Stationen des „Philly-Pflichtprogramms“ haben wir trotz der weiterhin an der US-Küste herrschenden Hitzewelle recht gut gemeistert.

Die City Hall von Philadelphia soll das größte Rathaus der USA sein .
Die City Hall von Philadelphia soll das größte Rathaus der USA sein .

Vom historischen District sind wir über die Market Street zur City Hall geschlendert, haben uns dort Tickets für die Aussichtsplattform besorgt, was ebenfalls gar nicht so einfach ist. Es werden jeweils nur vier Personen zugelassen. Zudem wurde am Dienstag die Plattform wegen der großen Hitze schon um 14.00 Uhr geschlossen. Direkt unter der gewaltigen Statue des Staatsgründers von Pennsylvania, William Penn, hatten wir in ca. 150 Meter Höhe zwar eine schöne Aussicht auf Philadelphia, allerdings war das Wetter an diesem Tag so diesig, dass nicht wirklich brauchbare Fotos von Motiven in der Ferne entstanden sind.

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Blick vom One Liberty Observation Deck auf die Kuppel der City Hall mit der Statue von William Penn und dem Delaware River mit der Thomas Jefferson Bridge im Hintergrund

Die Sicht verbesserte sich auch nicht auf dem One Liberty Observation Deck, das sich auf dem – zurzeit noch – höchsten Gebäude von Philadelphia befindet. Also fotografierten wir eine moderne Plastik, die Benjamin Franklin darstellen soll und auf der Aussichtsplattform ausgestellt wurde. Franklin war nicht nur einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, sondern „ganz nebenbei“ auch Erfinder des Blitzableiters.

Plastik von Benjamin Franklin auf dem One Liberty Observation Deck
Plastik von Benjamin Franklin auf dem One Liberty Observation Deck

Weitere reizvolle Fotomotive fanden wir dann im so genannten Love Park – direkt an der City Hall. Das Love Sign gehört längst zu den am häufigsten fotografierten Sehenswürdigkeiten in Philadelphia. Davor sprangen Kinder vor Freude kreischend durch den großflächigen  Springbrunnen. Abkühlung tut not – auch für uns Großen zumal die Hitze noch einige Zeit anhalten soll – auch in New York, wo wir morgen Nachmittag ankommen wollen.

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Im so genannten Love Park an der City Hall von Philadelphia freuen sich Kinder über den erfrischenden Springbrunnen.

Zuvor gehen wir aber morgen Vormittag in Philadelphia noch in den Knast und wollen uns auch noch das Grab von Benjamin Franklin anschauen. Das hätten wir auch einfacher haben können: Als wir am Montagabend unser Hotelzimmer bezogen, beschwerte sich Inge über den „wenig erfreulichen Ausblick auf einen Friedhof“ und wir erhielten postwendend ein anderes Zimmer. Nun ja, auf diesem kleinen Friedhof befindet sich Franklins Grab.

1 Kommentar zu “(Makin‘) LOVE in Philadelphia

  1. Vielen Dank für die inspirierenden Berichte! Der Nordosten Der U.S.A. ist von mir noch nicht bereist und steht ganz oben auf meiner Wunschliste (als Student mal SanFran bis San Diego mit dem Mietwagen die Route #1 runter mit nem Abstecher nach Vegas und Phoenix, meine erste Dienstreise mit Markus Wegmann zum Jingles-Produzieren nach Dallas, das war’s mit den Staaten bei mir. Aber, wenn ich Euch so lese, kommt als Nächstes NYC (und Indian Summer drumrum) plus Philadelphia und Co.

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