2016 USA-SONY Tour Reisetagebücher

Strände, Sümpfe und Schlachtfelder

26. August 2016 | Im 15. Reisetagebucheintrag müssen wir Abschied vom Atlantik nehmen. Nach dem Besuch des wohl schönsten Strandes in Virginia ging’s heute vorbei an sumpfigen Flusslandschaften und historischen Schlachtfeldern in das geschichtsträchtige Williamsburg.

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Angler auf dem Owl Creek am Virginia Aquarium and Marine Science Center in Virginia City

Am Freitag haben wir’s richtig gemacht: Als sich Tausende aus den großen Metropolen der US-Ostküste in Richtung Atlantik-Strände auf den Weg machten, sind wir entgegen den Verkehrsströmen ins Landesinnere gefahren. Zur Belohnung bekamen wir am späten Nachmittag in Williamsburg ein komfortables Zimmer in dem schön gelegenen Mariott Courtyard am Rande der historischen Kleinstadt zu etwa einem Drittel des Preises, den wir jetzt am Wochenende in Strandnähe für eine einfache Unterkunft hätten entrichten müssen.

Strand
Inge am Sandbridge Beach südlich von Virginia Beach

Wir sind am Morgen in der Touristenhochburg Virginia Beach gestartet, haben am Aquarium kurz angehalten, um Wassersportlern und Anglern einen Moment zuzuschauen. Dann ging’s weiter durch das endlos scheinende Stadtgebiet von Virginia Beach, der mit rund 450.000 Einwohnern größten Stadt im Bundesstaat Virginia, zu dem südlich gelegenen Sandbridge Beach. Der Unterschied zum Hauptstrand von Virginia Beach ist verblüffend: Keine Hotelburgen, sondern geschmackvolle Privathäuser und nur wenige Menschen an dem weiten weißen Sandstrand. Allerdings hatten wir einige Mühe überhaupt einen Zugang zum Meer zu finden, weil die erste Reihe hinter dem Strand fast ausschließlich aus Privatgrundstücken besteht.

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Der Strand von Yorktown am York River, der hier in die Chesapeake Bay mündet

In Sandbridge Beach hatten wir den südlichsten Punkt unserer diesjährigen US-Reise erreicht und mussten auch gleichzeitig Abschied vom Atlantik nehmen – allerdings noch nicht von herrlichen Sandstränden. Den nächsten fanden wir rund 80 Kilometer weiter nordwestlich in der zauberhaften Ortschaft Yorktown an der Mündung des York Rivers in die Chesapeake Bay. Vor der kitschig-hübschen Kulisse mit Brücke und zwei alten Seglern, fanden hier bei rund 35 Grad vor allem Einheimische Abkühlung in dem blauschimmerndem Wasser der Flussmündung. Wir sahen den Badenden von einem Pub am Strand zu und ließen uns dazu den „Catch of the Day“ auf knackigem Salat schmecken.

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Sumpflandschaft parallel zum York River zwischen Yorktown und Williamsburg

Williamsburg erreichten wir schließlich von Yorktown aus über den Colonial Parkway, einer insgesamt 37 Kilometer langen Landstraße, die die historischen Orte Yorktown, Williamsburg und Jamestown verbindet. Der von uns am Freitag befahrene Teil der historisch bedeutenden Straße führt entlang des breiten York Rivers. Auf der flussabgewandten Seite sind neben Busch- und Waldgebieten auch Sumpflandschaften mit üppigem Pflanzenwuchs zu finden.

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Hinweis am Rand des Colonial Parkways auf das Schlachtfeld von Yorktown

Immer wieder erinnerten uns Schilder am Rande des Colonial Parkways an die historischen Schlachten während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs. Entscheidend war schließlich der Sieg der Amerikaner in der Schlacht von Yorktown im Jahr 1781 gegen die britischen Besatzer. Dazu werden wir am Samstag ganz bestimmt noch mehr erfahren, wenn wir den historischen District von Williamsburg besuchen. Was wir dazu gelernt haben, verraten wir euch dann in der 16. Ausgabe unseres Reisetagebuchs 2016 USA-NOW.

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