2016 USA-SONY Tour Reisetagebücher

Unter Beschuss in Williamsburg

27. August 2016 | Im 16. Reisetagebucheintrag besuchen wir mit Colonial Williamsburg den ältesten Freizeitpark der USA. In der glühenden Augusthitze erlebten wir eine gelungene Mischung aus lebendigem Museum und Disney World.

Die "Pipes and Drums" sind die Stars im Colonial Willamsburg

Die „Pipes and Drums“ sind die Stars im Colonial Willamsburg

Nur wenige hundert Besucher sind am Samstag bei glühender Hitze in den historischen Freizeitpark Colonial Williamsburg im Zentrum der ehemaligen Hauptstadt von Virginia gekommen, „gefühlt“ die Hälfte davon aus Deutschland. Nach einer Woche unter Amerikanern entlang der Ostküste, wo wir keinen urlaubenden Landsleuten begegnet sind, hörten wir endlich wieder vertraute Töne: „Du Heinz, der Eintritt ist aber teuer“. Um genau zu sein 40,99 Dollar pro Erwachsener. Nur Senioren erhalten einen Abschlag von acht Dollar, was Inge freute und Horst ärgerte, weil er an der Kasse nicht einmal nach seinem Ausweis gefragt wurde.

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Der Governor’s Palace ist das schönste Gebäude in Colonial Williamsburg

Für diesen Preis bekommen Besucher im historischen Zentrum der heutigen Kleinstadt Williamsburg einen Eindruck vom Leben während der britischen Kolonialzeit im 17. und 18. Jahrhundert. Neben der Besichtigung imposanter Gebäude, wie dem laut Tour Guide „zu 80 Prozent im Original“ erhaltenen Governeur’s Palace, dem nachgebauten Capitol, Kirche, Gerichtsgebäude oder Markthalle, konnten wir alte Geschäfte besuchen, Handwerkern bei ihrer Arbeit zusehen, an einer Gerichtsverhandlung teilnehmen und uns anschließend an den Pranger stellen.

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Ein Schuhmacher erklärt Inge, warum Wildschweinborsten für sein Handwerk besonders wichtig sind

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Horst am Pranger in Colonial Williamsburg

Insgesamt soll das in den 1920er Jahren mit kräftiger Unterstützung der Rockefeller-Familie gegründete „Living Historic Museum“ heute etwa 4.000 Mitarbeiter beschäftigen, die hier als Handwerker, Kutschenfahrer, Servicekräfte oder als Soldaten im Einsatz sind.

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Während unseres Besuchs reichte eine kleine Truppe wackerer amerikanischer Soldaten, um die britischen Besatzer zu besiegen

Am Ende gerieten wir (fast) noch unter Beschuss: Der Auftritt einer Truppe wackerer amerikanischer Soldaten, die durch Schießübungen mit ihren Gewehren und einer mitgeführten Kanone die britischen Besatzer besiegten, war schließlich der Höhepunkt unseres Besuchs in dem historischen Freizeitpark, der uns trotz der nahezu unerträglichen Hitze sehr gut gefallen hat. 

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