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#WhatAmericaDoYouWant? ist preiswürdig

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20. November 2016 | Das Medium Magazin hat in den vergangenen Wochen Medienleute in ganz Deutschland aufgefordert, ihre Vorschläge für die „Journalisten des Jahres“ einzureichen. Meine Favoriten in der Kategorie „Politik“ sind Ines Pohl und ihr Kollege Richard Walker aus dem Washingtoner Studio der Deutschen Welle.

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Richard Walker ist Korrespondent der Deutschen Welle im Studio Washington – Bild: Deutsche Welle | Titel: Bildmontage mit Material von den Medientagen München 2013 und Deutsche Welle/Ines Pohl

Ines Pohl, Korrespondentin im Studio Washington der Deutschen Welle und ihr Kollege Richard Walker haben im März dieses Jahres das Projekt #WhatAmericaDoYouWant gestartet, das vielleicht nicht alle mit der ihm eigentlich gebührenden Aufmerksamkeit in Deutschland verfolgt haben. In mehr als 200 Kurzvideos haben sie Amerikaner jeglicher Couleur unvoreingenommen die Frage nach ihren Wünschen zur Zukunft ihres Landes gestellt. Dafür sind sie mit einem Bus von Nord nach Süd und Ost nach West durch den Kontingent gereist. Egal ob bei einer Teaparty der Virginia Women for Trump oder einer Benefiz-Aktion für Clinton. Zitat Ines Pohl: „Es gibt nur eine Regel: Den Menschen am Mikrofon inhaltlich keine Vorgaben zu machen und die Situation so authentisch wie möglich wiederzugeben.“

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Tea for Trump – das Team von Deut­sche Welle TV dreht bei einer Ver­an­stal­tung von zumeist wohl­ha­ben­den Trump-Anhängerinnen in Vir­gi­nia | Bild: Julia Müller

Eine ungeschönte Dokumentation über das, was die Menschen vor der Wahl tatsächlich bewegte. Die nun viel besprochene Spaltung des Landes wird in diesen Videostatements begreifbar. Im Zuge des Projekts entstand eine 30 Minuten lange Zusammenfassung, die Kurz-Videos wurden auf einer interaktiven Karte auf der Website der Deutschen Welle ins Netz gestellt und können dort auch jetzt noch nachverfolgt werden.

Ines Pohl und Richard Walker haben sich sehr für dieses bemerkenswerte Projekt engagiert, dazu den Wahlkampf sowie die möglichen Folgen des Wahlergebnisses für Deutschland und Europa mit fundierten  Kommentaren begleitet. Meine Meinung: #WhatAmericaDoYouWant ist in höchstem Maße preiswürdig.

 

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