2017 USA mit Mein Schiff Reisetagebücher

Auf eigene Faust an den Cocoa Beach

20. September 2017 | Frühstück und Abendessen an Deck – dazwischen herrliche Stunden am Strand. Port Canaveral erwies sich für uns als lohnenswertes Reiseziel | Hier ist der 4. Eintrag in unser Reisetagebuch „USA mit Mein Schiff 6“.

Frühstück auf dem zweithöchsten Deck an Bord von „Mein Schiff 6“

Es gibt Tage, von denen man sich wünscht, dass sie nie zu Ende gehen. So wie dieser Mittwoch zum Beispiel. Zum Frühstück hatten wir uns auf dem 12. Deck am Heck unseres schwimmenden Hotels bei „Gosch Sylt“ – so der Name dieses kleinen aber feinen Bordrestaurants – niedergelassen. Während „Mein Schiff 6“ Port Canaveral ansteuerte, ließen wir uns mit Graved Lachs und (fast) frischen Früchten verwöhnen. Zur Einfahrt in den zweitgrößten Kreuzfahrthafen der Welt wechselten wir dann an den Bug des Schiffes, wo man von der Bar des Wellnessbereichs durch riesige – und stets gut geputzte – Fensters einen herrlichen Ausblick nach vorn hat.

Logenplätze bei Hafeneinfahrten auf „Mein Schiff 6“ bietet die Bar im Wellnessbereich

Wir waren an diesem Tag das einziges Passagierschiff in dem weitläufigen Hafengebiet mit gigantisch großen Terminals. Üblicherweise machen hier täglich drei bis vier Luxusliner fest. Möglicherweise hat die in diesem Jahr besonders heftige „Hurrikan-Saison“ dazu beigetragen, dass einige Kreuzfahrtschiffe dem Ausgangshafen für Ausflüge nach Disney World und die Universal Parks in Orlando oder dem fast benachbarten Kennedy Space Center in diesen Wochen fernbleiben.

Farbenprächtiger Eingang zur Pier am Cocoa Beach in Port Canaveral

Dabei ist die Gegend um Port Canaveral an der Ostküste Floridas in den vergangenen Wochen von den Unwettern weitgehend verschont geblieben. Größere Schäden habe es hier zum Glück bislang nicht gegeben, erzählte uns der Kellner in einer Strandbar auf dem Pier des Cocoa Beaches am Mittag. Auch wir konnten bei unserem mehrere Kilometer langen Fußmarsch vom Liegeplatz unseres Schiffes bis an den Strand kaum Schäden an Straßen und Häusern erkennen. Stattdessen bekamen wir gepflegte Grundstücke mit aufwendig heraus geputzten und teilweise auch sehr bunten Häusern zu sehen.

Die hübschen Häuser in Port Canaveral blieben von den Hurrikans in diesem Jahr weitgehend verschont

Der Strand, der sich über viele Kilometer an der Meeresseite der vorgelagerten Merritt Insel an Floridas Ostküste erstreckt, hat zwar gröberen und dunkleren Sand als die „Traumstrände“ an der Westküste. Dafür ist er genauso breit und ebenso gut gepflegt wie beispielsweise der noble Clearwater Beach, den wir vor zwei Jahren besuchten. Wir hatten zumindest eine Menge Spaß, als wir vom Cherie Down Park am – und im – rauschenden Atlantik in Richtung Cocoa Beach spazierten.

Typisch für amerikanische Strände sind die bunten Life Guard-Stände

Während wir vereinzelten Schwimmern und Surfern zusahen oder uns über die unermüdlichen Strandläufer (gemeint ist hier die Vogelart) amüsierten, näherten wir uns der Cocoa Beach Pier und damit dem einzigen Bereich an diesem langen Strand, wo es Strandbars und Restaurants gibt. Die Preise sind üppig – ein „Budweiser“ kostet beispielsweise 5,30 US-Dollar pro kleiner Flasche. Dafür erwischten wir einen netten Barmann, der uns schnell und umsichtig bediente, dazu auch noch auskunftsfreudig war.

Der Strand von Port Canaveral ist breit und gepflegt, jedoch nicht „weiß“ und feinsandig

Auf der Rücktour zum  Terminal 1, an dem „unser“ Schiff am Mittwoch in Port Canaveral festgemacht hatte, sparten wir uns einige Kilometer zu Fuß und nahmen stattdessen für 1,50 US-Dollar lieber den Linienbus. Bei deutlich über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit erwies sich das als sinnvolle Entscheidung. Zurück an Bord waren wir glücklich über einen wunderbaren Strandtag, den wir selbst organisiert hatten. „Auf eigene Faust“ werden wir am Donnerstag auch Miami erkunden.

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