21. September 2017 | Die Skyline der Metropole Floridas ist atemberaubend. Zehn Tage nachdem „Irma“ auch in Miami gewütet hatte, erinnert in der Metropole Floridas kaum noch etwas an den Hurrikan. Dafür war bei unserem Besuch am Donnerstag die schwüle Hitze fast unerträglich. | Teil 5 unseres Reisetagebuchs „USA mit Mein Schiff 6“

Ankunft mit Mein Schiff 6 im  Hafen von Miami

Vor Beginn dieser Reise hatten wir schon befürchtet, dass wir als „Katastrophentouristen“ nach Miami kommen könnten. Schließlich hatte hier vor zehn Tagen Hurrikan „Irma“ noch so heftig getobt, dass beispielsweise Zeit Online am 11. September meldete „Land unter in Miami“. Ja, es sei schon ein heftiger Sturm gewesen, berichtete uns der aus Kuba stammende „Uber“-Fahrer, der uns am Nachmittag vom Bayside Market Place, dem touristischen Zentrum der Stadt, zurück zum Schiff brachte. Aber in Miami würden die Schäden nach solchen Hurrikans schnell behoben und das Leben ginge einfach weiter.

Im Zentrum von Miami haben wir nur wenige Schäden entdeckt, die offenbar von Hurrikan Irma zehn Tage zuvor angerichtet worden waren

Wir selbst hatten zuvor sowohl in der Stadt selbst, als auch bei unserer Hafenrundfahrt kaum Schäden entdeckt. An der Einfahrt in den inneren Teil des Hafens dümpelten zwei gekenterte Sportboote und an einigen Häusern wurden Fassaden repariert. Allerdings fiel uns auf, dass die sonst so quirlige Gegend am Hafen zur Mittagszeit nur spärlich besucht war. Auf unserem Ausflugsboot, das uns zu den Häusern der „Rich and Shameless“ führte, blieben mehr als die Hälfte der Plätze leer. Die am Wasser liegenden Villen der „schamlos Reichen“ wirkten vollends verwaist. Wer genügend Geld hat, wie Großindustrielle, Banker und Superstars, darunter Shakira, Ricky Martin und Julio Iglesias oder Ex-Fußballer David Beckham kann den Hurrikans im Süden Floridas ganz bestimmt „weiträumig ausweichen“.

Die meisten Villen der „unverschämt Reichen“ wirkten bei unserem Besuch in Miami wie verlassen

Ein wenig wundern wir uns allerdings über die wenigen Kreuzfahrtschiffe, denen wir auf unserer Route begegnen. Immerhin sind wir nacheinander mit Port Canaveral und Miami die beiden größten Passagierhäfen der Welt angelaufen und haben außer der „Carnival Sensation“ keinen weiteren so genannten Luxusliner gesehen. Mag sein, dass nicht alle so mutig sind wie „TUI Cruises“ und in der Hurrikan-Saison entlang der US-Ostküste bis zu den Bahamas kreuzen. Immerhin – wir sollen auf unserer Reise von Stürmen verschont bleiben, hat uns Kapitän Todd Burgman zumindest mehrfach versichert.

Mein Schiff 6 im Hafen von Miami

Die zehnstündige Liegezeit in Miami haben wir heute für unseren erneut selbst organisierten Landgang nicht voll ausgenutzt. Am frühen Nachmittag kündigten dunkle Wolken heftige Regenfälle an. Außerdem waren wir von der feuchten Hitze so geschafft, dass wir froh waren, als wir komplikationslos den kubanischen Uber-Fahrer fanden, der uns in seinem klimatisierten „Nissan“ zum Schiff zurück brachte. Der befürchtete Wolkenbruch blieb schließlich aus. Stattdessen sorgte ein nur wenige Minuten andauernder Platzregen am frühen Abend für  angenehme Abkühlung und beim Auslaufen aus dem Hafen eine „Breathtaking View“ auf die beeindruckende Skyline von Miami (siehe Titelbild).

Top