Tagebuch US-Westküste, Teil 6: Von San Diego durch die Mojawe Wüste nach Las Vegas.

22. August 2010. Am Sonntagvormittag, als wir am Strand von La Jolla bei San Diego jugendliche Surfer zusahen, zeigte das Außenthermometer unseres Mietwagens gerade mal 20 Grad an. Gut drei Stunden später und rund 300 Kilometer weiter auf dem Weg nach Las Vegas hatten wir alle drei unseren bisherigen Hitzerekord bei weitem übertroffen. In der Mojawe Wüste erschien auf der digitalen Temperaturanzeige die Zahl 113. Das bedeutete nichts anderes, als eine Außentemperatur von 113 Grad Fahrenheit – oder 45 Grad Celsius.

Wenige Minuten zuvor waren wir auf einem Rastplatz erstmals mit der backofenartigen Hitze konfrontiert worden. Der kräftige Wind bestärkte uns in dem Gefühl, von einem übergroßen Staubsauger frontal angeblasen zu werden. Zum Glück lief unsere Klimaanlage reibungslos und wir mussten auch nicht in einem endlosen Stau ausharren, so wie wohl Tausende Autos auf der Gegenfahrbahn. Kaum zu glauben, mitten in der Wüste hatte sich an diesem Sonntagnachmittag ein Stau von etwa 25 bis 30 Kilometer Länge gebildet.

Wir hatten weniger Pech und erreichten Las Vegas am späten Nachmittag ohne Verkehrsbehinderungen auf der Wüstenautobahn. Schon als wir über den „Strip“ in Richtung unseres Hotels rollten, waren wir schier sprachlos… Warum? Das  verraten wir im nächsten Tagebucheintrag.