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Drei Sender – drei Hotlines – ein Gewinner

12. Oktober 2009. Die drei mitteldeutschen Sender „Radio PSR“ (Sachsen), „Radio SAW“ (Sachsen-Anhalt) und „Landeswelle Thüringen“ müssen offenbar sparen und teilen sich ihre Gewinner bei der laufenden Aktion „250.000 für Fünf“. Dabei halten die Radiomacher nicht nur ihre Hörer zum Narren, sondern machen sich selbst „zum Affen“. So überreichten am vergangenen Donnerstag unterschiedliche Glücksboten der immer strahlenden Iris aus Pegau ihren Gewinn in Höhe von 10.000 Euro in Geldkoffern, die mit den jeweiligen Senderlogos gekennzeichnet waren. Für “Radio SAW” rückte Morgenmoderator Volker Haidt aus Magdeburg eigens in Pegau an und für “PSR” spielte Programmchef Jan-Henrik Schmelter höchst persönlich den Glücksboten. Beide Gewinnübergaben wurden sogar gefilmt und auf den Webseiten der Sender sowie über “YouTube” zur Schau gestellt. Landeswelle Thüringen begnügte sich mit einem Gewinnerfoto.

Wer mag sich bei der Aktion wohl blöder vorgekommen sein? Iris, die die 10.000 Euro gleich dreimal überreicht bekam oder altgediente Radiomacher, die Schlange standen, um für ein YouTube-Filmchen mit der Gewinnerin zu posieren? Die schlechte Nachricht für Iris ist nämlich, dass sie nur einmal ihren Gewinn in Höhe von 10.000 Euro behalten darf. Vor zweieinhalb Jahren hatte “Radio PSR” für “Sachsen sucht den Superschein” allein noch eine Million Euro als Hauptgewinn ausgelobt und tatsächlich auch ausgeschüttet. Diesmal geht’s “nur” um 250.000 Euro im “größten Gewinnspiel Mitteldeutschlands”. Dagegen wäre auch nichts einzuwenden, wenn die Radiomacher ihre Hörer offen darüber informieren würden, dass die Gewinne gleichzeitig in drei Programmen ausgespielt werden. Doch das ist nicht der Fall – wie blogmedien berichtet.