2011 USA-Südosten Reisetagebücher

Grüße aus dem „FDGB-Ferienheim“ in Myrtle Beach

Tagebuch US-Süden, Teil 3: Flieger über dem Hotel und King Crabs im „Shiver me Pinchers“.

19. August 2011 (Horst). Vor ziemlich genau einem Jahr waren wir im „Venetian“ in Las Vegas. Luxus pur, unter anderem mit venezianischen Gondeln unter künstlichem Himmel in der zweiten Etage. Jetzt sind wir im „Springmaid Beach Resort“ am (laut Reiseführern) 100 Kilometer langen Sandstrand in Myrtle Beach, South Carolina. Hier gibt’s zwar keine Gondeln im – dafür Flugzeuge direkt über dem Hotel. Kein Problem – die Geräusche der startenden und landenden Maschinen von dem höchstens einen Kilometer entfernten Flughafen werden mühelos vom Krach der Klimaanlage in unserem Zimmer übertönt.  Zum Glück erzeugt das Aggregat neben jeder Menge Krach auch kühle Luft, was wegen der feuchten Hitze mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad bis in den Abend auch unbedingt erforderlich ist.

Wir haben unsere „Springmaid“ in Erinnerung an die Urlaubsunterkünfte für fleißige Werktätige in der DDR liebevoll zum „FDGB-Ferienheim“ ernannt. Dabei gehört unsere Hotelanlage noch zu den besten Unterkünften in Myrtle Beach. Die Plattenbauten mit den hauchdünnen Wänden haben durchaus auch Vorteile. So können wir zum Beispiel  bestens einschätzen, ob unsere Zimmernachbarn gut drauf sind oder der Haussegen dort schief hängt. (Jetzt gegen Mitternacht scheinen die zumindest sehr gut drauf zu sein…)

Trotz kleiner widriger Umstände haben wir einen wundervollen Ferientag verbracht: Ausgedehnter Strandspaziergang, Planschen in der Meeresbrandung und Schwimmen in der großzügig angelegten Poollandschaft, die hier zumindest größer ist als im „Venetian“. Für das Abendessen hatte Julia aus den unzähligen Prospekten und Gratiszeitungen zielsicher ein richtig gemütliches und gutes „Seafood“-Restaurant herausgesucht. Sie selbst hat im „Shiver Me Pinchers“ die Beine einer „King Crab“ aufgefuttert – und das für umgerechnet knapp 10 Euro. Amerikaner bezeichnen das als „Best value“. (Sorry, das Bild haben wir vom Kamera-Display abfotografiert – mal wieder das richtige Überspielkabel vergessen)

In der nächsten Ausgabe unseres Tagebuchs verraten wir euch, warum wir hier im Atlantik eher plantschen als baden.

1 Kommentar zu “Grüße aus dem „FDGB-Ferienheim“ in Myrtle Beach

  1. Thomas D.

    Anteilnahme am Leben der Mitmenschen ist wichtig. Und die Aussicht auf den Sonnenaufgang ist doch klasse.

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