2010 USA-Westküste Reisetagebücher

Im Tal der großen Hitze

Tagebuch US-Westen, Teil 11: Von Las Vegas durch das Death Valley nach Lone Pine.

Julia und Inge am Eingang zum Death Valley

27. August 2010. Was für ein Unterschied. Gestern Abend in Las Vegas – der Strip mit seiner unendlichen Glitzerwelt. Heute Abend in Lone Pine am westlichen Ausgang des Death Valley die Main Street mit drei Motels, zwei Restaurants und drei Fastfood-Niederlassungen. Und es richtig klasse hier. Unser Motel ist einfach, sauber und gemütlich, die kostenlose Internet-Verbindung fast schneller als zu Hause. Im „Merry Go-Round“ haben wir hervorragend zu Abend gegessen. Horst behauptet sogar, dass er dort „den besten Caesar Salat seines Lebens“ bekommen habe.

Wir fühlen uns heute Abend, als wären wir zu Fuß durch das Tal des Todes marschiert. Dabei beschränkten sich unsere Aufenthalte außerhalb des Autos oder klimatisierter Räumlichkeiten während der Fahrt durch das Death Valley auf das Notwendigste. So zum Beispiel beim Fotostop am Zabriskie Point. Ganz in der Nähe liegt mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt der Erdoberfläche in der westlichen Hemnisphäre.

Das Death Valley gilt auch als eines der heißesten Gebiete auf der Welt. Stimmt. Kurz nach dem Aufenthalt am Visitor Information Center, wo 20 Dollar für die Durchfahrt durch den Nationalpark fällig werden, zeigte der Außentemperaturmesser in unserem Mietwagen „124 F“ an – das macht 51,1 Grad Celsius. Dazu wehte ein kräftiger heißer Wind, der sogar einen LKW von der Straße fegte, wie wir später aus den lokalen Fernsehnachrichten erfuhren.

Unser persönlicher Hitzerekord: 51,1 Grad Celsius am Freitag im Death Valley

Wir sind am heißesten Punkt unserer Reise ausgestiegen, zweimal ums Auto gelaufen und dann bei voll aufgedrehter Klimaanlage schnell weitergefahren. Nicht alle kamen heute so gut durch das „Tal der großen Hitze“ wie wir. Im Visitor Information Center trafen wir zwei junge Frauen, die einige Kilometer zuvor mit ihrem Wagen liegen geblieben waren. Zum Glück reißt selbst im heißen August der Verkehr auf der Straße durch das Death Valley zumindest tagsüber selten ab, sodass die Beiden nicht allzu lange in der Gluthitze an ihrem Wagen ausharren mussten.