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Radio-Nostalgie (Teil 1)

Die Bilder zu 25 Jahre Privatfunk in Bayern haben mich in Nostalgiestimmung versetzt. Ich krame schon den ganzen Tag in alten Videos, Bildern und Jingles von „Charivari 95,5 München“, wo ich zur Gründungsmannschaft gehörte und natürlich auch von Antenne Thüringen. Dort habe ich mit fantastischen Kollegen drei erfolgreiche Jahre in Weimar verbracht.

In Bayern war es in den 80ern – genauer der 24. Mai 1985, als mit „Radio Gong 2000“ in München der erste Privatradiosender „On air“ ging.  Am 1. April 1986 folgte „Radio Charivari 95,5 – Ihre Münchner Welle“.

Ich erinnere mich noch genau an das erste Charivari-Sendestudio im Pressehaus Bayerstraße, unter einem Dach mit dem Münchener Merkur und der damals gerade mal 18 Jahre alten „tz“. Die Dämmelemente haben wir selbst montiert – was haben sich die Zeitungsredakteure amüsiert…Ein Jahr später und mit steigendem Hörerzuspruch haben uns die Gesellschafter dann einen modernen Studiokomplex im 4. Stock des Pressehauses spendiert. Es waren Pionierzeiten, sie haben unendlich Spaß gemacht. Mit dem Privatfunk herrschte einst Aufbruchstimmung im Radio wie heute bei vielen Startups im Netz…
Damals gab es auch noch den lokalen Fernsehsender „TV-Weiß-Blau“. Und die haben uns 1989 besucht. Den Film hatte ich noch auf Videokassette. Die Qualität ist nicht ganz HD 😉
Aber schön anzusehen: die alten Mischpulte, Cartmaschinen und der Moderator beim „eincuen“  der Schallplatten.
Das erinnert mich an einen Studiobesuch beim BR vergangenes Jahr beim Bayerischen Journalistentag. Das Mädel, das uns durch die Räume vom BR führte, versuchte zu erklären, wieviel einfacher heute das Moderieren ist: „Wissen Sie, damals hatten wir noch keine Selbstfahrerstudios beim BR. Das war viel zu kompliziert. Man konnte ja die Musik nicht von der Festplatte starten, man mußte noch die CD’s einschieben….“ Lustig. Da merkt man, wie alt man ist…