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Radiomacher auf dem iPhone

2. März 2010. Das ist schon bemerkenswert: meedia.de hat in den vergangenen Tagen eine Liste mit den angeblich „besten Medien-Apps“ veröffentlicht – dabei Applikationen von Radiomachern schlichtweg ignoriert. Dabei haben Deutschlands Hörfunker das mobile Internet als zusätzlichen Verbreitungsweg für ihre Programme längst entdeckt. Viele Radiosender bieten inzwischen Apps an...Viele Sender bieten inzwischen Applikationen für Smartphones an, die weit mehr können, als nur Radiosendungen zu übertragen. “MDR-Sputnik” gehört sogar zu den Pionieren der deutschen “App-Szene”. Die Jugendwelle des Mitteldeutschen Rundfunks lancierte bereits im November 2008 eine der ersten Medien-Apps. In diesem Januar hat “Sputnik” ein Studiokonzert mit der Hamburger Indie-Rockgruppe “Tocotronic” in bester Bild- und Tonqualität live für “iPhones” übertragen. Mit der Applikation des “ersten deutschen Fußballsenders 90elf” sind die Übertragungen aller Spiele der 1. und 2. Bundesliga mobil zu empfangen und “Hit Radio FFH” bietet auf seiner App Live-Bilder von den neuralgischen Verkehrsknotenpunkten in Südhessen.

Weil das Radio von den etablierten Mediendiensten – wie auch in diesem Fall – häufig stiefmütterlich behandelt wird, haben wir bei Hoerfunker.de einen ausführlichen Hintergrund dem Thema „Radio-Apps“ gewidmet. Die Erkenntnisse aus intensiven Gesprächen mit Radiomachern über ihre Ambitionen im so genannten mobilen Internet sind in dem Beitrag “Großer Tummelplatz für das Radio” nachzulesen. Dem Thema hat sich übrigens auch blogmedien in den „Notizen eines APParatschiks“ angenommen.