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Umschalten im Kopf

22. Mai 2016 | Der viel beschriebene Medienwandel hat jetzt wohl auch das Radio erreicht. Während über die künftige technische Verbreitung des Hörfunks auf Medienkongressen regelmäßig diskutiert wird, bleiben inhaltliche Themen zumeist außen vor. Anders auf den Tutzinger Radiotagen: Vom 11. bis 13. September steht am Starnberger See die journalistische Qualität im Radio und Glaubwürdigkeit seiner Macher im Mittelpunkt von Referaten, Diskussionen und Workshops. Zudem können sich junge Talente für einen Crossmedia-Workshop bewerben.

FieneHorn
Crossmedia Workshop bei den Tutzinger Radiotagen 2015 mit Dennis Horn und Daniel Fiene (vorn, rechts)

Im Verlauf des Jahres gibt es Aufgaben, die so richtig Spaß machen. Dazu zählen für mich Vorbereitung und Durchführung der Tutzinger Radiotage, die ich im Jahr 2004 mit „aus der Taufe heben“ durfte und die nunmehr bereits zum 12. Mal von der Akademie für Politische Bildung und der Bundeszentrale für politische Bildung am Starnberger See veranstaltet werden. Bei diesem durchaus ungewöhnlichen Kongress geht es nicht um Radioformate und Marketingstrategien, sondern in erster Linie um journalistische Inhalte – und nicht zuletzt auch um die Verantwortung der Radiomacher.

12. Tutzinger Radiotage vom 11. bis 13. September 2016 in der Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See | Zielgruppen: Programmverantwortliche, RvDs und CvDs, erfahrene Reporter/innen sowie Redakteurinnen und Redakteure in privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern | Teilnahmegebühr 95 Euro. Weitere Informationen und Hinweise für die Anmeldung 

Umschalten

Unter dem Titel „Umschalten im Kopf – glaubwürdig durch die Krisen“ werden wir uns vom 11. bis 13. September vor allem mit den Fragen beschäftigen: Haben auch Radiojournalisten mit dem offenbar abnehmenden Vertrauen in die Medien zu kämpfen? Oder kann man gelassen auf Umfragen vertrauen, die zumindest dem Radio noch immer eine hohe Akzeptanz und Glaubwürdigkeit bei der Mehrheit der Bevölkerung attestieren? Und – wie meistern wir in Zukunft die Herausforderung, politisch und gesellschaftlich relevante Prozesse angemessen, transparent und verständlich zu begleiten? Dazu werden auch in diesem Jahr namhafte Referenten nach Tutzing kommen; darunter Martin Heller, Head of Video bei „Die Welt“, der sich vor allem mit seinen Live-Reportagen vom G7-Gipfel und über die Flüchtlingsströme auf der Balkanroute einen Namen machte.

Workshop mit Daniel Fiene bei den Tutzinger Radiotagen 2015
Workshop mit Daniel Fiene bei den Tutzinger Radiotagen 2015

Martin Heller gehört neben Daniel Fiene, Dennis Horn und mir auch zum Coaching Team für den Crossmedia Workshop, für den sich Nachwuchstalente noch bis zum 14. Juli 2016 hier bewerben können. Ergebnisse des Workshops 2015 können hier nachgesehen und nachgehört werden.