2009 USA-Ostküste 1 Reisetagebücher

Von wegen “menschenleer”

Tagebuch USA/Kanada – Teil 16: Montreal

Skyline von Montreal mit dem St. Lorenz Strom im Vordergrund31. August 2009. Kanada kommt nur auf durchschnittlich 3,3 Einwohner pro Quadratkilometer (Deutschland 230) und wird deswegen in Lexika und Reiseführern auch schon mal als „menschenleer“ beschrieben. Die nachmittägliche rush hour in der Metro von Montreal ähnelt allerdings schon fast japanischen Verhältnissen. Immerhin leben in und um Montreal rund 3,5 Millionen Menschen. Nach Paris soll das hier die zweitgrößte Ansammlung französisch sprechender Menschen weltweit sein.

„Was kann Montreal dafür, dass wir vorher in Québec waren?“ fragte am frühen Abend Julia, nachdem wir die Stadt erkundet – und nicht gerade für „umwerfend“ befunden hatten. Tatsächlich kann das wesentlich größere Montreal mit Québec City nicht mithalten – weder von der Lage, von den Sehenswürdigkeiten und wohl auch nicht vom Lebensstil der Menschen. Es heißt wohl nicht zu unrecht: In Montreal wird französisch gesprochen, in Québec französisch gelebt.

In Montreal haben uns vor allem die Skyline mit glitzernden Wolkenkratzern und dem Olympia-Gelände am Horizont, das alte Stadtviertel in Hafennähe und die Ile Sainte Helene, eine Insel im St. Laurenz Strom, besonders gefallen. Am Abend waren wir in Chinatown, das hier „Quartier Chinois“ heißt, wo es leckere Peking Enten zu unglaublich günstigen Preisen gibt.

Weniger Menschen werden wir wohl ab Morgen in der  „Thousand Islands“ Region antreffen. Die Urlaubssaison ist in Kanada vorbei und wir müssen die Chipmunks nicht mit so vielen anderen teilen. Nur auf das Internet werden wir wohl drei Tage lang in einer Wellblechhütte mitten im St. Lorenz Strom verzichten müssen. Wir melden uns dann spätestens am Freitag aus Toronto wieder.